Datum14.08.2026 23:30
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Trump besteht auf dem Einsatz der USS "Abraham Lincoln" im Nahen Osten, obwohl Berichte von Versorgungsengpässen und Belastungen der 5000-köpfigen Besatzung vorliegen. Er wies Sorgen von Familien zurück und kündigte die baldige Verlegung des Trägers an, der durch ein ähnliches Schiff ersetzt werden soll. Das US-Militär bestreitet die kritischen Berichte.
InhaltSeit mehr als acht Monaten ist der Flugzeugträger im Nahen Osten, es gibt Versorgungsengpässe, die Besatzung ist offenbar am Limit. Ein Problem sieht der US-Präsident darin nicht. US-Präsident Donald Trump hält weiterhin am Einsatz der USS "Abraham Lincoln" fest. Zuvor hatte es Berichte über Missstände und Versorgungsengpässe auf dem seit Monaten im Nahen Osten aktiven Flugzeugträgers gegeben. Wie in einem Video von CBS News zu sehen ist, antwortete er auf die Frage einer Journalistin, ob der Einsatz schon zu lange dauere: "Nein, nein, nein. Bei Weitem noch nicht lange genug." Trump spielte zudem Bedenken von Familienangehörigen der Einsatzkräfte bezüglich der Bedingungen an Bord des Flugzeugträgers herunter und fügte hinzu, dass das Schiff in Kürze verlegt und durch ein anderes "sehr ähnliches Schiff" ersetzt werde. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Damit bestätigte Trump teilweise Medienberichte, wonach der Flugzeugträger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die USS "George Washington" ersetzt werden solle. Das hatten das "Wall Street Journal" sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider berichtet. Laut CNN war der Austausch der Schiffe allerdings bereits vor den Beschwerden geplant. Trump nannte den Namen der USS "George Washington" jedoch nicht. Zuvor hatte der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, die US-Regierung auf X aufgefordert , sie solle erklären, was sie zur Unterstützung der Streitkräfte an Bord tue. "Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln", hieß es weiter. Das US-Militär wies die Berichte zurück und verwies auf die hohe Wiederverpflichtungsrate der Besatzung. Das für die Region zuständige US-Kommando Centcom sprach von Fehlberichterstattung. 5000 Besatzungsmitglieder harren an Bord der USS "Abraham Lincoln" aus. Die Versorgungslage ist prekär, die psychische Belastung enorm. Wann die Ablösung kommt, ist offen. Lesen Sie hier mehr dazu.