Jason Arday: Ehemaliger Cambridgeprofessor Jason Arday tot aufgefunden

Datum14.08.2026 22:43

Quellewww.zeit.de

TLDRDer emeritierte Cambridge-Professor Jason Arday (41) wurde tot aufgefunden. Zuvor war er nach Plagiatsvorwürfen bezüglich seiner Doktorarbeit und angezweifelter Teile seiner Biografie von seiner Professur zurückgetreten. Die Londoner Polizei geht nicht von einem Verbrechen aus, stuft den Tod aber als unerwartet ein und ermittelt weiter. Arday war 2023 der jüngste schwarze Professor in der Geschichte Cambridges.

InhaltNach Plagiatsvorwürfen gegen seine Doktorarbeit ist der 41-jährige Soziologe tot aufgefunden worden. Die Polizei in London geht derzeit nicht von einem Verbrechen aus. Der nach Plagiatsvorwürfen zurückgetretene frühere Professor der Universität Cambridge, Jason Arday, ist Medienberichten zufolge tot aufgefunden worden. Das berichteten am Abend der Sender Sky News sowie die BBC. Die Londoner Metropolitan Police teilte mit, ein 41-jähriger Mann sei am Einsatzort im Südwesten der britischen Hauptstadt für tot erklärt worden. Zum jetzigen Zeitpunkt werde sein Tod als unerwartet eingestuft, es gebe jedoch keinen Grund zu der Annahme, dass ein Verbrechen vorliege, zitierte die Nachrichtenagentur PA die Polizei, die in Großbritannien grundsätzlich keine Namen nennt. Der Fall werde weiter untersucht. Der Rücktritt des Soziologen von seiner Professur in der vergangenen Woche hatte in Großbritannien für Aufmerksamkeit gesorgt. Medien berichteten unter anderem über Plagiatsvorwürfe mit Blick auf die Doktorarbeit des Professors an der Liverpool John Moores Universität. Auch an der Glaubwürdigkeit von Teilen seiner Lebensgeschichte wurde öffentlich gezweifelt. Die Vorwürfe wies Arday in einem Schreiben zurück. Eine frühere Untersuchung der Uni in Liverpool stellte laut der PA kein wissenschaftliches Fehlverhalten fest. Arday wurde 2023 zum jüngsten Schwarzen Professor in der Geschichte der Uni Cambridge. Eine Professorin der Universität bezeichnete den Fall zuletzt laut der Nachrichtenagentur PA als "Geschenk" für diejenigen, die gegen Vielfalt an Hochschulen vorgehen würden. Ende August sollen die Memoiren des Soziologen erscheinen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert. Menschen, die Suizidgedanken haben, bekommen bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Hilfe – entweder unter www.telefonseelsorge.de oder unter den Telefonnummern 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Anrufe bei der Telefonseelsorge sind anonym und kostenlos. Sie werden weder auf der Telefonrechnung noch im Einzelverbindungsnachweis erfasst. Weitere Hilfsangebote listet das Nationale Suizidpräventionsprogramm online auf. Auch Angehörige von Menschen in psychischen Krisen können sich an die Telefonseelsorge wenden. Schriftliche und telefonische Beratung bietet zudem der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen an.