Reit-WM 2026: Debütantin Hemmer holt überraschend Bronze

Datum14.08.2026 20:57

Quellewww.spiegel.de

TLDRKatharina Hemmer überrascht mit Bronze im Grand Prix Special der Reit-WM in Aachen. Die Debütantin verdrängt Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth (Vierte) und holt mit ihrem Pferd Denoix eine Medaille. Im Vorjahr hatte Hemmer bereits WM-Gold mit dem Team gewonnen. Auch die deutschen Vielseitigkeitsreiter sind auf Medaillenkurs und führen nach der Dressur die Verfolgung auf Großbritannien an. Julia Krajewski liegt im Einzel in Führung.

Inhalt20 Jahre nach ihrem Special-Gold reitet Isabell Werth bei der WM in Aachen nur auf Rang vier: Katharina Hemmer hat ihr die Bronzemedaille weggeschnappt. Auch die Vielseitigkeitsreiter sind auf Medaillenkurs. Große Überraschung in der Soers: Die deutsche Dressurreiterin Katharina Hemmer hat bei den Weltmeisterschaften in Aachen unerwartet Bronze im Grand Prix Special gewonnen. Die Debütantin und ihr Hengst Denoix belegten mit 80,866 Prozent Rang drei hinter Titelverteidigerin Lottie Fry aus Großbritannien mit Glamourdale (82,295) und der dänischen Topfavoritin Cathrine Laudrup-Dufour auf Freestyle (80,972). Hemmer verdrängte dabei auch Isabell Werth (79,544) aus den Medaillenrängen, die Rekord-Olympiasiegerin wurde wegen diverser Patzer mit Wendy Vierte. "Das war echt schade, weil der Anfang war super – und das war natürlich jetzt ein knappes Rennen", sagte Werth. Hemmer wiederum "könnte nicht glücklicher sein", wie sie sagte: "Das war ein ganz großes Geschenk, das mir mein Pferd im Viereck gemacht hat. Es ist noch nicht angekommen, ich bin gerade einfach unheimlich stolz, dass er es in der Atmosphäre so gemacht hat." Hemmer will nach ihrem Einzelerfolg auf eine weitere WM-Chance verzichten und am Samstag nicht in der Kür antreten. Grund sei eine kurze Verletzungspause in diesem Jahr. Sie sei "nicht so vorbereitet, wie ich es gern hätte, um hier bei einer Weltmeisterschaft eine Kür zu zeigen", sagte Hemmer, die zuvor bereits mit dem deutschen Team WM-Gold gewonnen hatte. Ebenfalls auf Medaillenkurs liegen die deutschen Vielseitigkeitsreiter. Nach der Dressur belegt das Team des Titelverteidigers Platz zwei. Es führt vor dem Geländeritt am Samstag der Favorit aus Großbritannien. In der Einzelwertung liegt Julia Krajewski auf Platz eins. Die Olympiasiegerin von Tokio erhielt für den Ritt mit Nickel die beste Bewertung. Hinter der Britin Laura Collett mit London liegt Olympiasieger Michael Jung mit Chipmunk auf Platz drei. Zum Gastgeber-Quartett gehören außerdem Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch und Libussa Lübbeke mit Caramia. Nach dem Gelände fällt die Entscheidung am Sonntag im Springen.