Datum14.08.2026 20:35
Quellewww.zeit.de
TLDRBerlins Kultursenator Stefan Evers verurteilt rassistische Drohungen, die zur Absage einer Veranstaltung der Volksbühne führten. Die geplante Schwimmveranstaltung für die schwarze Community im "Volksbad" wurde aufgrund von Drohungen und Einschüchterungen abgesagt, da die Sicherheit der Teilnehmer nicht mehr gewährleistet werden konnte. Evers betont, Berlin müsse ein sicherer Ort für alle sein und unterscheidet klar zwischen freier Debatte und inakzeptabler Gewaltandrohung.
InhaltStefan Evers hat rassistische Drohungen gegen eine Veranstaltung der Volksbühne als inakzeptabel bezeichnet. Berlin "muss ein sicherer Ort sein", sagte der CDU-Politiker. Der Kultursenator der Stadt Berlin Stefan Evers hat die Anfeindungen gegen die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz wegen einer inzwischen abgesagten Veranstaltung mit einem Verein der schwarzen Community kritisiert. "Gewaltandrohungen gegen ein Kunstprojekt sind genauso inakzeptabel wie die Bedrohung kritischer Stimmen", sagte der CDU-Politiker. "Die ganze Stadt muss ein sicherer Ort sein. Für jeden Menschen, unabhängig davon, wie er aussieht, wen er liebt, an was er glaubt oder welche Meinung er vertritt." Nach teils rassistischen Diskussionen und Drohungen hatten die Volksbühne und der Verein Each One Teach One (Eoto) eine Veranstaltung abgesagt. Dabei sollten exklusiv Menschen der schwarzen Community, insbesondere Kinder und Jugendliche, im temporär vor dem Theater aufgebauten sogenannten Volksbad schwimmen können. Man könne eine sichere An- und Abreise der angemeldeten Besucher ebenso wenig garantieren wie einen entspannten Feriennachmittag, teilte das Theater mit. "Kunst darf provozieren. Sie will und soll Debatten anregen. Das ist ihr Anspruch. Das ist ihr Auftrag", sagte Evers. "Widerspruch, Kritik und auch harte Auseinandersetzungen in der Sache gehören zu einer freien Gesellschaft. Was nicht dazugehört, sind Drohungen, Einschüchterung oder Gewalt." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.