Datum14.08.2026 18:05
Quellewww.spiegel.de
TLDRLuigi Mangione hat sich des Mordes und Stalkings an Brian Thompson, dem Chef von United Healthcare, schuldig bekannt. Der Prozess gegen Mangione beschäftigt die Öffentlichkeit seit über anderthalb Jahren. Nach der Abweisung von Anklagepunkten auf Bundesebene droht ihm auf Bundesstaatsebene eine lebenslange Haftstrafe, nicht die Todesstrafe. Mangione erschoss Thompson im Dezember 2024 auf offener Straße in New York.
InhaltLuigi Mangione soll den Chef eines US-Krankenversicherers auf offener Straße in New York City erschossen haben. Das hat der Angeklagte nun ebenso eingeräumt wie ein der Tat vorangegangenes Stalking des Opfers. Ihm droht eine lebenslange Haft. Seit mehr als anderthalb Jahren beschäftigt der Fall Luigi Mangione die Welt. Der heute 28-Jährige soll den Chef des milliardenschweren US-Krankenversicherers United Healthcare, Brian Thompson, auf offener Straße in New York erschossen haben. Nun hat Mangione sich vor Gericht in New York schuldig bekannt, Thompson getötet und vorher gestalkt zu haben. Da eine Bundesrichterin bereits im Januar die Anklage wegen Mordes und Waffenbesitzes gegen den mutmaßlichen Täter abgewiesen hatte, droht Mangione keine Todesstrafe. Schon im September vergangenen Jahres wurden zwei Anklagepunkte auf Bundesstaatsebene fallen gelassen. Der Anklagepunkt in Zusammenhang mit Terrorismus und auch der Anklagepunkt des vorsätzlichen Mordes würden nicht weiter verfolgt, teilte das Gericht in New York damals mit. Die Beweislage dafür sei "rechtlich nicht ausreichend", begründete Richter Gregory Carro seine Entscheidung. An einem weiteren, weniger schwerwiegenden Anklagepunkt wegen Mordes werde aber festgehalten. Doch auf Bundesstaatsebene ist eine lebenslange Haftstrafe das höchste Strafmaß. US-Justizministerin Pam Bondi hatte die Todesstrafe für Luigi M. gefordert, dessen Verteidigung hatte die Einmischung als "unverfroren politisch" kritisiert. M. hatte zuvor in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert. Im Dezember 2024 soll M. den United-Healthcare-Chef Brian Thompson gezielt auf einer Straße im New Yorker Stadtteil Manhattan getötet haben. Thompson war am 4. Dezember nahe dem Times Square aus nächster Nähe niedergeschossen worden und in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. Die von Überwachungskameras gefilmte Tat sowie die öffentliche Fahndung machten weltweit Schlagzeilen. Der mutmaßliche Schütze floh zunächst auf einem Fahrrad und verschwand dann. Fünf Tage später wurde er in einem Fast-Food-Lokal in der Stadt Altoona im US-Bundesstaat Pennsylvania erkannt und verhaftet. Nach der Tat hatte es in den USA ungewöhnlich viele Sympathiebekundungen für den mutmaßlichen Schützen gegeben. Millionen US-Amerikaner verzweifeln an dem teuren Gesundheitssystem ihres Landes.