Folgen der Klimakrise: Goldschmidt gegen verbilligten Diesel und tiefere Fahrrinnen

Datum14.08.2026 15:21

Quellewww.zeit.de

TLDRUmweltminister Goldschmidt lehnt Subventionen für Agrardiesel und tiefere Fahrrinnen ab. Er sieht darin eine Verschärfung der durch die Klimakrise bedingten Trockenheit und sinkenden Grundwasserspiegel. Er fordert ein Umdenken hin zu naturkonformem Wirtschaften, um Umweltkrisen zu bewältigen. Landwirtschaft und Schifffahrt hatten wegen Dürre und Niedrigwasser um Unterstützung gebeten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Folgen der Klimakrise“. Lesen Sie jetzt „Goldschmidt gegen verbilligten Diesel und tiefere Fahrrinnen“. Schleswig-Holsteins Umwelt- und Energiewendeminister Tobias Goldschmidt (Grüne) weist Forderungen aus der Landwirtschaft nach Subventionen für Agrardiesel zurück. "Wegen der klimawandelbedingten Trockenheit Subventionen für Agrardiesel zu fordern, ist in etwa so schlüssig wie aufgrund sinkender Wasserpegel Flüsse vertiefen zu wollen", so Goldschmidt. "Das ist Verdrängung mit Folgeschäden."  Denn der verbilligte Agrardiesel befeuere buchstäblich die Trockenheit und künstlich vertiefte Gewässer führten zu einem noch tieferen Grundwasserspiegel. Die Diesel-Emissionen von heute seien die Trockenheit und damit Ernteausfälle von morgen. "Wir müssen diesen Teufelskreis endlich durchbrechen", forderte der Minister.  Dass Schifffahrt und Bauernverband in so einer angespannten Situation die Gesellschaft um Unterstützung bitten, ist aus Goldschmidts Sicht nachvollziehbar. Aber: "Nur wenn wir endlich mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie, können wir unser Leben und Wirtschaften auf nachhaltige Füße stellen." Dieser Sommer sei ein erneuter Weckruf, "dass wir eine ganz neue Dynamik in der Umweltpolitik brauchen und zugleich alles unterlassen müssen, was die verschiedenen Umweltkrisen verschärft".  Bauernpräsident Joachim Rukwied hatte eine Senkung der Dieselsteuer bis Ende November und EU-Hilfen gefordert. Der Verband befürchtet erhebliche Ernteausfälle wegen der anhaltenden Dürre in großen Teilen Deutschlands. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hatte angesichts der niedrigen Wasserstände in den Flüssen gesagt, zur Klimaanpassung gehöre an einigen Stellen ein Ausbau der Wasserstraße dazu. Auf ökologischen Ausgleich werde man sehr achten. © dpa-infocom, dpa:260814-930-530871/1