Datum14.08.2026 14:58
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) fordert neue Strategien für die Wasserversorgung in Sachsen. Angesichts sinkender Grundwasserstände und Niedrigwasser sei Wasser künftig als knappe Ressource zu betrachten. Der BSW mahnt zur Entwicklung einer langfristigen Verteilungsstrategie und betont die Notwendigkeit von Wasserrückhalt in der Fläche, Speichern, Talsperren und vorausschauender Bewirtschaftung. Zudem solle die Trinkwasserversorgung bei der Regionalplanung stärker berücksichtigt werden, um sensible Wassereinzugsgebiete, wie im Erzgebirge, vor Eingriffen zu schützen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ressourcen“. Lesen Sie jetzt „Weniger Wasser in Sachsen – BSW fordert neue Strategien“. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Sächsischen Landtag sorgt sich um die künftige Wasserversorgung im Freistaat. "Wir müssen ehrlich sein: Niedrigwasser und sinkende Grundwasserstände sind kein kurzfristiges Wetterphänomen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir künftig mit weniger verfügbarem Wasser auskommen müssen", sagte der Abgeordnete Ulf Lange. "Das Problem löst sich nicht mit ein paar Regentagen. Wir müssen Wasser künftig stärker als knappe Ressource betrachten und uns fragen: Wie reicht das vorhandene Wasser – und wie verteilen wir es gerecht?", sagte Lange. Man dürfe nicht erst über Verteilung sprechen, wenn die Brunnen trocken und die Flüsse leer sind. "Es braucht jetzt klare Prioritäten und eine langfristige Strategie." Lange forderte einen stärkeren Fokus auf Wasserrückhalt in der Fläche, auf Speicher und Talsperren sowie eine vorausschauende Bewirtschaftung der Ressourcen. Auch bei der Regionalplanung müsse die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung stärker berücksichtigt werden. "Wir dürfen erneuerbare Energien und Trinkwasserschutz nicht gegeneinander ausspielen. Aber dort, wo Eingriffe in sensible Wassereinzugsgebiete die Versorgungssicherheit gefährden könnten, muss das Vorsorgeprinzip gelten. Der BSW-Politiker verwies auf ein Beispiel aus dem Erzgebirge. Im rund 1.000 Hektar großen Abtwald zwischen Burkhardtsdorf und Gelenau werde derzeit geprüft, ob Teile des Gebietes als Windenergieflächen ausgewiesen werden können. Gleichzeitig würden die dortigen Quellgebiete Trinkwasser für rund 7.500 Menschen in Burkhardtsdorf und im Amtsberger Ortsteil Dittersdorf liefern. "Gerade angesichts zunehmender Trockenperioden müssen wir sehr genau hinschauen, wo wir in sensible Wassereinzugsgebiete eingreifen." © dpa-infocom, dpa:260814-930-530657/1