Datum14.08.2026 12:42
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Feuer in einem Berliner Hochhaus begann auf einem Balkon im 11. Stock und breitete sich in die Wohnung aus. Die Feuerwehr musste eine auf einem Fensterbrett sitzende Person retten, die leicht verletzt wurde. Insgesamt gab es 13 Leichtverletzte. Der "dramatische" Einsatz erforderte mehr als 130 Kräfte. Gleichzeitig gab es einen weiteren Brand in einem anderen Hochhaus, was die Berliner Feuerwehr stark beanspruchte und die Alarmierung von Freiwilligen Feuerwehren nötig machte.
InhaltAm Morgen griff in Friedrichshain ein Feuer von einem Balkon im 11. Stock auf die Wohnung über. Mit schwarzem Rauch im Rücken saß eine Person schon auf dem Fensterbrett. Es hätte offenbar zu einem großen Unglück kommen können. Ein Brand in einem Hochhaus in Berlin-Friedrichshain ist am Morgen vergleichsweise glimpflich ausgegangen. Das Feuer war am frühen Morgen auf dem Balkon einer Wohnung im 11. Stock in der Straße der Pariser Kommune ausgebrochen, nahe dem Berliner Ostbahnhof. Sehr schnell habe das Feuer auf die Wohnung übergegriffen. Eine Person habe bei Eintreffen der Feuerwehr schon auf dem Fensterbrett gesessen, hinter ihr schwarzer Rauch, sagte ein Feuerwehrsprecher. Da die Drehleiter nicht bis in den 11. Stock, sondern nur etwa bis in den 9. Stock reichte, musste die Person in den etwa ein bis zwei Quadratmeter großen Drehleiterkorb springen, verletzte sich leicht. Dort sei sie von Feuerwehrleuten aufgefangen worden. Auf einem Video eines Bewohners war zu sehen, wie Teile der Fassade nach unten fielen. "Das war wirklich auf Messers Schneide", hieß es von dem Feuerwehrsprecher weiter. Es hätte demnach auch zu einem großen Unglück kommen können. Der Brand war am Vormittag gelöscht, Nachlöscharbeiten liefen aber noch. Der Einsatz sei "dramatisch" gewesen, sagte der Sprecher. "Das muss man nicht alle Tage erleben." Auch Sprungpolster hatte die Feuerwehr vor Ort. Insgesamt wurden dem Sprecher zufolge 13 Menschen leicht verletzt, fünf von ihnen wurden per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Auch ein Rettungshubschrauber stand bereit, wurde aber nicht für den Transport benötigt. Viele Menschen wurden durch das Treppenhaus nach draußen geführt. Insgesamt hat das Wohnhaus 21 Stockwerke. Am Vormittag wurden 113 Menschen durch die Feuerwehr betreut. Der Rauch hatte sich in dem Hochhaus stark ausgebreitet. Die Straße wurde gesperrt, die Polizei bat darum, den Bereich weiträumig zu umfahren. Die Feuerwehr ist mit mehr als 130 Einsatzkräften vor Ort. Brände in Hochhäusern seien immer herausfordernd, auch weil Material in hohe Stockwerke gebracht und viele Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen. Herausfordernd war für die Feuerwehr auch, dass es am frühen Morgen einen weiteren Großeinsatz gab: Im Märkischen Viertel war im 4. Stock eines zehngeschossigen Wohnhauses ein Feuer ausgebrochen. Bei Eintreffen der Feuerwehr hatte der Brand auf das darüberliegende Geschoss übergegriffen. Dort wurden etwa 70 Personen aus dem Gebäude geführt. Eine Person wurde leicht verletzt. Insgesamt seien 300 Kräfte der Berliner Feuerwehr durch die beiden Einsätze gebunden gewesen, weshalb die Freiwilligen Feuerwehren für weitere, kleinere Einsätze dazugerufen wurden.