Explosiv: Zoll findet mehr als 100 Böller in Paket

Datum14.08.2026 12:28

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Zoll in Konstanz hat 109 Feuerwerkskörper der höchsten Gefahrenklasse in einem Paket aus Tschechien sichergestellt. Der Empfänger, ein 42-jähriger Schweizer, ließ sich die Böller per Post schicken. Der Versand von Gefahrgut ist stark reglementiert und das unsachgemäße Verpacken birgt erhebliche Risiken. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Die Böller werden fachmännisch entsorgt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Explosiv“. Lesen Sie jetzt „Zoll findet mehr als 100 Böller in Paket“. Bei der Kontrolle eines Pakets in Konstanz haben Beamte des Hauptzollamts Singen Ende Juli 109 Feuerwerkskörper sichergestellt. Ein 42 Jahre alter Schweizer habe sich die Böller per Post aus Tschechien nach Konstanz schicken lassen, teilte das Hauptzollamt mit.  Alle Artikel in dem Paket seien der höchsten Gefahrenklasse für pyrotechnische Artikel zuzuordnen gewesen. Als Gefahrgut seien Feuerwerkskörper vom normalen Post- oder Kurierversand ausgeschlossen. Der Versand unterliege speziellen Versand- und Transportvorschriften des Gefahrgutrechts.  "Gesichert waren die Böller im Paket lediglich durch in die Zwischenräume gestopftes Papier", sagte Pressesprecherin Sonja Müller laut Mitteilung. Und: "Bei einer Explosion während des Transports besteht Lebensgefahr für alle Personen, die sich in der Nähe des Pakets aufhalten." Gegen den Schweizer sei ein Strafverfahren, unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, eingeleitet worden. Die Feuerwerkskörper seien sichergestellt und bis zum Ende des Verfahrens einer Fachfirma zur Lagerung übergeben worden. Nach Abschluss des Verfahrens würden die Feuerwerkskörper fachmännisch und für den Mann kostenpflichtig entsorgt, hieß es weiter. © dpa-infocom, dpa:260814-930-529372/1