Datum14.08.2026 12:35
Quellewww.zeit.de
TLDRThüringens Ministerpräsident Mario Voigt klagt gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die TU Chemnitz. Ihm wird unsaubere wissenschaftliche Arbeit in seiner Dissertation vorgeworfen. Nach einer langwierigen Prüfung hatte die TU die Doktorwürde entzogen, ein Widerspruch wurde zurückgewiesen. Voigts Anwalt sieht erhebliche rechtliche Fragen bezüglich des Bewertungsmaßstabs und der Verhältnismäßigkeit, insbesondere da ein externer Gutachter die Aberkennung verneint habe. Eine Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Chemnitz steht noch aus.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Entscheidung der TU Chemnitz“. Lesen Sie jetzt „Voigt klagt gegen Entzug seines Doktortitels“. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat Klage gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die Technische Universität (TU) Chemnitz eingereicht. Die Klage sei am Freitag eingegangen, teilte das Verwaltungsgericht Chemnitz mit. Einen Termin für eine Verhandlung gibt es noch nicht. Voigt steht seit Monaten wegen der Sache unter Druck. Dem CDU-Politiker wird vorgeworfen, in seiner Dissertation mit dem Titel "Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf: George W. Bush gegen John F. Kerry" aus dem Jahr 2008 unsauber gearbeitet zu haben. Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass die TU Chemnitz nach einer langwierigen Prüfung entschieden hat, Voigt die Doktorwürde abzuerkennen. Einen Widerspruch dagegen wies die Hochschule zurück – woraufhin Voigt vor dem Verwaltungsgericht klagt. "Die Entscheidung wirft aus unserer Sicht erhebliche rechtliche Fragen auf – insbesondere zum Bewertungsmaßstab und zur Verhältnismäßigkeit", erklärte der Anwalt von Voigt. Es sei ein einmaliger Vorgang, dass eine Universität einen Doktortitel aberkenne, nachdem ein "externer, neutraler Gutachter die Voraussetzungen für einen Entzug verneint hat". © dpa-infocom, dpa:260814-930-529450/1