Datum14.08.2026 12:24
Quellewww.zeit.de
TLDRDie BSW-Bundesspitze fordert den Rücktritt des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU). Grund ist die Aberkennung seines Doktortitels wegen Plagiatsvorwürfen. Die BSW kritisiert, dass Voigt trotz des Skandals im Amt verbleibe und das Vertrauen in die Politik beschädige. Der Thüringer Landesverband soll Voigt die Unterstützung entziehen. Die Forderung unterstreicht die Spannungen innerhalb des BSW, insbesondere zwischen der Bundesspitze und dem Thüringer Landesverband, der zuvor gegen den Willen der Parteispitze eine Koalition mit CDU und SPD einging.
InhaltDie BSW-Bundesspitze hat den Thüringer Landesverband aufgerufen, nicht mehr mit CDU-Ministerpräsident Mario Voigt zusammenzuarbeiten. Sie forderte ihn zum Rücktritt auf. Die BSW-Bundesspitze hat den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf einen Beschluss des Parteivorstands. Demnach rief der Parteivorstand zudem den Landesverband in Thüringen auf, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Grund für die Rücktrittsforderung ist demnach, dass die Technische Universität Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Ihm wird vorgeworfen, unsauber gearbeitet zu haben. "Es darf keine doppelten Maßstäbe in der Politik geben", heißt es in dem BSW-Beschluss. "Mario Voigt hat wie schon andere Politiker vor ihm wegen Plagiaten seinen Doktortitel aberkannt bekommen." Aber er verweigere einen Rückzug und beschädige so das Amt des Ministerpräsidenten und das Vertrauen in die Politik schwer. Das Verhältnis zwischen der BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht, der Bundesspitze und dem Thüringer Landesverband ist seit Längerem angespannt. Der Landesverband war gegen den Willen der Bundesspitze in eine Koalition mit CDU und SPD eingetreten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.