Wettbewerb auf der Schiene: Bahn klagt gegen Fernverkehrsbeschluss der Netzagentur

Datum14.08.2026 11:45

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Deutsche Bahn klagt gegen einen Beschluss der Bundesnetzagentur, der mehr Schienenkapazitäten im Fernverkehr für Wettbewerber vorsieht. Die Bahn-Tochter DB InfraGo befürchtet dadurch erhöhte Konflikte und Probleme bei der Trassenbewirtschaftung. Die Netzagentur fordert, dass auf stark belasteten Strecken mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Konkurrenten vergeben wird. Hintergrund ist der geplante Markteintritt des italienischen Unternehmens Italo in Deutschland ab 2028.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wettbewerb auf der Schiene“. Lesen Sie jetzt „Bahn klagt gegen Fernverkehrsbeschluss der Netzagentur“. Die Deutsche Bahn geht gerichtlich gegen einen Beschluss der Bundesnetzagentur vor, wonach sie im Fernverkehr auf hochbelasteten Strecken künftig mehr Kapazitäten für Wettbewerber freiräumen muss. Die für die Infrastruktur zuständige Bahn-Tochter DB InfraGo werde ein Eilverfahren dagegen anstreben, hieß es aus Bahnkreisen.  Das bundeseigene Unternehmen argumentiert, dass durch den Beschluss der Netzagentur (BNetzA) die Zahl der Konflikte über die Nutzung bestimmter Trassen zu bestimmten Zeiträumen deutlich zunehmen werde. Daraus entstünden rechtliche und praktische Probleme für die Bewirtschaftung der Trassenkapazitäten durch die InfraGo.  Die Bundesnetzagentur hatte am 17. Juli entschieden, dass die DB InfraGo auf stark belasteten Strecken mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber vergeben muss. Das gilt demnach für stark ausgelastete Korridore mit ausgewiesenen Kapazitätsobergrenzen, wie es etwa für die Knoten München und Frankfurt geplant ist.  Hintergrund der Regelung ist der geplante Markteintritt des italienischen Eisenbahnunternehmens Italo in den deutschen Fernverkehr ab 2028. © dpa-infocom, dpa:260814-930-529092/2