Datum14.08.2026 11:47
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer FC Bayern plant offenbar den Verkauf von fünf Prozent seiner AG-Anteile an das Heiztechnikunternehmen Viessmann für 250 Millionen Euro. Viessmann wäre damit der vierte strategische Anteilseigner neben Adidas, Audi und Allianz. Der Mutterverein behält die Mehrheit von 70 Prozent. Dieser Verkauf wäre ohne Zustimmung der Mitglieder möglich, da die Satzung eine Veräußerung von bis zu fünf Prozent erlaubt. Viessmann ist bereits seit 2018 Partner des Vereins.
InhaltDer Heizungsbauer Viessmann soll laut Medienberichten strategischer Anteilseigner beim FC Bayern werden. Damit könnte der Rekordmeister die letzten fünf Prozent seiner AG-Anteile verkaufen, ohne die Mitglieder zu befragen. Der FC Bayern München steht vor einem Millionendeal. Der Rekordmeister plant nach Informationen von "Münchner Merkur" und "tz" den Verkauf von fünf Prozent seiner Anteile an der FC Bayern München AG an das Heiztechnikunternehmen Viessmann. 250 Millionen Euro soll der Deal demnach einbringen. Viessmann wäre damit nach Adidas, Audi und Allianz, die jeweils mit 8,33 Prozent beteiligt sind, der vierte strategische Anteilseigner. Der Mutterverein würde weiterhin 70 Prozent der Anteile halten – und damit die klare Mehrheit. Weniger dürfen es laut Satzung auch nicht sein. 2021 hatte ein Antrag bei der Jahreshauptversammlung, dass der Verein weiterhin 75 Prozent besitzen müsse, keine Mehrheit gefunden. Damit könnte der FC Bayern die letzten fünf Prozent auch ohne Zustimmung der Mitglieder veräußern. Viessmann ist seit 2018 Partner der Bayern. Im Geschäftsjahr 2024/25 hatten die Münchner einen Konzernumsatz von 978,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte im November 2025 im "OMR-Podcast" gesagt, der Club könne theoretisch fünf Prozent verkaufen, ohne die Mitglieder zu fragen; für mehr brauche es eine Zweidrittelmehrheit. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen betonte im selben Podcast, es gehe bei einem möglichen Verkauf nicht nur um den Preis, sondern darum, "den richtigen Aktionär" zu finden. Ein neuer Anteilseigner müsse strategisch passen und "unsere DNA" teilen. "Von unserem Festgeldkonto ist nicht mehr viel da": Mit dieser Aussage hat Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß 2025 für Aufsehen gesorgt. Er klingt, als sei der Club in einer Finanzkrise. Was hinter der Warnung steckt, lesen Sie hier.