Datum14.08.2026 10:01
Quellewww.zeit.de
TLDREin Waldbrand in Hürtgenwald (Nordrhein-Westfalen) hat zur Evakuierung von über 1.800 Menschen geführt. Die Löscharbeiten werden durch Weltkriegsmunition auf dem Brandgelände stark erschwert. In der Nacht explodierte bereits Munition, was die Einsatzkräfte zum Rückzug zwang. Zur Eindämmung des Feuers werden Schneisen geschlagen und Hubschrauber eingesetzt. Die Brandursache ist unklar.
InhaltMehr als 1.800 Menschen mussten wegen eines Waldbrandes in Nordrhein-Westfalen ihre Häuser verlassen. Die Löscharbeiten werden durch Weltkriegsmunition belastet. In der Nähe von Düren ist in der Eifel ein Waldbrand ausgebrochen. Die Flammen bedrohen die Gemeinde Hürtgenwald. Kurz vor 4 Uhr am frühen Freitagmorgen entschied die Gemeinde, dass der Ortsteil Gey evakuiert werden muss. Mehr als 1.800 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Löscharbeiten werden durch Weltkriegsmunition auf dem betroffenen Gelände erschwert. Durch die hohe Munitionsbelastung könne man keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken in den Wald schicken, sagte der Landrat des Kreises Düren, Ralf Nolten (CDU), der Nachrichtenagentur dpa. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. Die wechselnden, teils starken Winde in der Nacht hätten dazu geführt, dass sich die Einsatzkräfte streckenweise hätten zurückziehen müssen, um nicht eingekesselt zu werden, sagte Nolte. Am Morgen waren auch Panzer und Forstunternehmer vor Ort. Sie sollten Schneisen in dem dicht bewaldeten Gebiet legen, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen. Im Laufe des Tages sollen größere Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt werden, um die Flammen zu bekämpfen. "Je mehr Wasser wir jetzt da reinbekommen, umso besser", sagte Peter Berndgen, Sprecher der Feuerwehr im Kreis Düren. Ausgebrochen war das Feuer am Donnerstagnachmittag, die Ursache ist noch unklar. Mehrere hundert Hektar sind von dem Brand betroffen. Ob noch weitere Ortsteile evakuiert werden müssen, ist noch unklar. Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen (parteilos) sagte der dpa, dass er hoffe, dass die Menschen des Ortsteils Großhau ihre Häuser nicht verlassen müssten. Dieser befindet sich südlich des Brandgebietes. Alle aktuellen Informationen zum Waldbrand in der Eifel finden Sie auch in unserem Hitze-Liveblog.