Datum14.08.2026 09:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie deutsche Automobilbranche verzeichnet den niedrigsten Beschäftigungsstand seit 2005 mit einem Rückgang von 5
InhaltDie deutsche Automobilbranche beschäftigt so wenige Menschen wie zuletzt vor 21 Jahren. Aber auch in anderen Industriebranchen schwindet die Beschäftigung. Die deutsche Industrie hat auch im ersten Halbjahr 2026 zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut. Im Verarbeitenden Gewerbe waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts Ende Juni noch 5,29 Millionen Menschen beschäftigt – 144.100 oder 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Besonders stark betroffen war demnach die Automobilbranche. Dort sank die Zahl der Beschäftigten binnen Jahresfrist um 42.300 oder 5,8 Prozent auf 691.500. Damit erreichte die Branche einen neuen Tiefstand: "Seit 2005 waren noch nie weniger Menschen in der Branche beschäftigt", teilten die Statistiker mit. Gemessen an der Beschäftigtenzahl bleibt sie dennoch der zweitgrößte Industriezweig, hinter der Maschinenbaubranche mit 905.900 Beschäftigten. Allerdings ging auch dort die Zahl der Arbeitsplätze im ersten Halbjahr um 2,7 Prozent zurück. Innerhalb der Automobilindustrie bauten sowohl die Fahrzeughersteller als auch die Zulieferer Arbeitsplätze ab. Besonders stark war der Rückgang bei den Herstellern von Teilen und Zubehör für Kraftwagen: Dort sank die Beschäftigtenzahl um 7,6 Prozent. Bei den Fahrzeugherstellern gingen 6,1 Prozent der Arbeitsplätze verloren. Dagegen verzeichneten die Hersteller von Karosserien, Aufbauten und Anhängern einen Beschäftigungszuwachs. In diesem kleineren Teilbereich stieg die Zahl der Beschäftigten um 10,0 Prozent auf 42.800. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.