Datum14.08.2026 05:30
Quellewww.zeit.de
TLDRHamburgs CDU-Chef Dennis Thering fordert nach interner Kritik an Kanzler Friedrich Merz Ruhe und Geschlossenheit. Eine Personaldebatte um den Kanzler lehnt er ab, betont aber, dass Merz sich in schwierigen Zeiten beweisen müsse. Thering fordert die Bundesregierung auf, Reformen anzupacken und zu liefern, da die Stimmung an der Basis nicht optimal sei. Er lobt die Wahl Franziska Hoppermanns zur CDU-Generalsekretärin und betont die gute Vertretung der Hamburger CDU auf Bundesebene.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Kritik am Kanzler“. Lesen Sie jetzt „Thering mahnt Ruhe in CDU an - Merz muss sich beweisen“. Nach der parteiinternen Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz hat Hamburgs CDU-Landesvorsitzender Dennis Thering die Partei zu Ruhe und Geschlossenheit aufgerufen. Eine Personaldebatte um den Kanzler lehnte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur ab. Zugleich forderte Thering die Bundesregierung auf, weitere Reformen anzupacken. "Die Stimmung ist an der Basis aktuell nicht optimal", sagte er mit Blick auf die Kritik an der von Merz vorgenommenen Regierungsumbildung nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU). "Die ganze Personalrochade lief nicht rund, und das hat auch jeder mitbekommen. Da gib es auch nichts schönzureden." Um wieder in Tritt zu kommen, müsse die schwarz-rote Bundesregierung die nächsten Schritte und die nächsten Reformpakete auf den Weg bringen. "Deutschland steht vor großen Herausforderungen und da muss die Bundesregierung jetzt auch weiter liefern", forderte Thering. Er warnte davor, jetzt die K-Frage zu stellen. "Von einer Personaldiskussion um den Kanzler halte ich nichts", sagte Thering. Merz sei für vier Jahre gewählt. "Er muss sich jetzt in schwierigen Zeiten weiter beweisen, muss zeigen, dass er es kann. Das ist natürlich auch die Erwartung der Landesverbände." Erfreut zeigte er sich von der Personalentscheidung des Kanzlers, die Hamburgerin Franziska Hoppermann zur neuen CDU-Generalsekretärin zu machen. Insgesamt sei der Landesverband mit seinen drei Bundestagsabgeordneten in Berlin gut vertreten. Neben Hoppermann hätten auch Christoph Ploß als maritimer Koordinator der Bundesregierung und Christoph de Vries als Innenstaatssekretär wichtige Aufgaben übernommen. "Die CDU Hamburg war auf Bundesebene nie stärker aufgestellt als heute", sagte Thering. Das habe zum einen damit zu tun, dass Hoppermann, de Vries und Ploß einen guten Job machten. "Es zeigt aber auch, dass die CDU Hamburg wieder sehr gut strukturiert und erfolgreich ist", betonte der Landesvorsitzende. "Dass wir bei der letzten Bürgerschaftswahl unser Ergebnis knapp verdoppelt haben, war ein Fingerzeig Richtung Berlin - und den hat man dort auch wahrgenommen." © dpa-infocom, dpa:260814-930-527293/1