Datum14.08.2026 02:00
Quellewww.spiegel.de
TLDRAnlässlich des 100. Geburtstags von Fidel Castro hat Kuba die USA einer "brutalen und unmoralischen Belagerung" beschuldigt. Die US-Regierung übt Druck aus und droht mit "Übernahme", verschärft durch Sanktionen und eine Ölblockade, was Kubas Wirtschaftskrise verschlimmert. Raúl Castro nahm an der Veranstaltung teil. Die US-Justiz erhob Anklage gegen ihn, was die Spannungen erhöhte. Die US-Botschaft konterte mit einer Warnung vor "militärischen Optionen".
InhaltIn diesen Tagen wäre Revolutionsführers Fidel Castro ein Jahrhundert alt geworden. Auf einer Gala zu seinen Ehren – mit einem Lebenszeichen von Bruder Raúl – fielen in Havanna klare Worte in Richtung der US-Regierung. Bei einer Gala zum 100. Geburtstag des 2016 gestorbenen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro hat die Regierung in Havanna den USA eine "brutale und unmoralische Belagerung" der Insel vorgeworfen. Seit Monaten übt die US-Regierung erheblichen Druck auf Kuba aus, um politische und wirtschaftliche Reformen im sozialistischen Karibikstaat zu erzwingen. US-Präsident Donald Trump hat Kuba mit einer "Übernahme" gedroht. Durch eine Ölblockade und Sanktionen von Washington (mehr hier) hat sich die ohnehin schwere Wirtschaftskrise der Insel in den vergangenen Monaten weiter verschärft. An der Veranstaltung nahm auch Fidel Castros Bruder, der ehemalige Präsident Raúl Castro teil. Der 95-Jährige war seit einigen Monaten öffentlich nicht mehr aufgetreten und ist in den USA angeklagt. Rufe wie "Es lebe der Sozialismus!" und "Vaterland oder Tod, wir werden siegen!" waren im Karl-Marx-Theater der kubanischen Hauptstadt zu hören. Im Mai hatte die US-Justiz in Miami Anklage gegen Raúl Castro wegen der angeblichen Tötung von vier US-Bürgern erhoben (mehr zum Thema hier ). Die Vorwürfe beziehen sich auf den Abschuss zweier Flugzeuge einer kubanischen Exilorganisation im Jahr 1996. Castro war damals kubanischer Verteidigungsminister. Die Anklage hatte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Havanna weiter verschärft. Die kubanische Führung weist die Vorwürfe zurück und organisierte im Mai Proteste gegen das Vorgehen der USA. Der langjährige ehemalige Präsident Fidel Castro war am 25. November 2016 im Alter von 90 Jahren gestorben. Die von ihm angeführte Revolution brachte die Diktatur von Fulgencio Batista 1959 zum Einsturz. Seitdem prägen Castros Ideen und die Erzfeindschaft mit den USA die Geschicke der Insel. Während die kubanische Regierung Castros gedachte, meldete sich die US-Botschaft in einem X-Post zu Wort. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Sie zitierte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mit den Worten: "Alle Optionen liegen auf dem Tisch – einschließlich militärischer Optionen. Kuba täte gut daran, die Bereitschaft von Präsident Trump ernst zu nehmen, die strategischen Befugnisse der Vereinigten Staaten durchzusetzen." Misswirtschaft, Sanktionen, Donald Trump – die Menschen in Kuba durchleben eine der schwersten Krisen seit Jahrzehnten. Eine der Folgen: Wasserknappheit. Der Fotograf Lucien Migné hat sie festgehalten. Mehr hier .