Tirol: Deutscher Wanderer stürzt bei Familienausflug in den Tod

Datum14.08.2026 01:42

Quellewww.spiegel.de

TLDREin 36-jähriger deutscher Wanderer aus dem Sauerland stürzte in den Zillertaler Alpen in Tirol 50 bis 100 Meter in die Tiefe und kam ums Leben. Er verlor auf einem schmalen Pfad während des Abstiegs das Gleichgewicht. Trotz Rettungsversuchen durch seine Begleiter und Notarzt kam jede Hilfe zu spät. Der Absturz ereignete sich vor den Augen seines Schwiegervaters und zweier Schwäger.

InhaltEin Mann ist mit Schwiegervater und Schwägern in den Zillertaler Alpen unterwegs. Plötzlich verliert er das Gleichgewicht und stürzt in die Tiefe. Die anderen Männer versuchen, ihn zu retten – vergeblich. Ein Wanderer aus dem Sauerland ist bei einer Bergtour in Tirol vor den Augen seines Schwiegervaters und seiner Schwäger ums Leben gekommen. Der 36-Jährige verlor das Gleichgewicht und stürzte 50 bis 100 Meter in die Tiefe, wie die österreichische Polizei mitteilte. Der Mann war mit seinem Schwiegervater und zwei Schwägern in den Zillertaler Alpen bei Mayrhofen auf die Mörchnerscharte gewandert – ein mehr als 2800 Meter hoher Doppelsattel zwischen zwei Tälern. Die Gruppe kommt aus dem Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Während des Abstiegs verlor der 36-Jährige mit einem Fuß den Halt auf dem schmalen Pfad und kam dadurch aus dem Gleichgewicht. Er konnte sich nicht mehr an einem Stahlseil festhalten und stürzte über steiles und felsiges Gelände in die Tiefe. Während einer der Männer aus seiner Gruppe die Rettungskräfte alarmierte, stiegen die anderen zu ihm ab und versuchten, den reglosen Mann wiederzubeleben. Riskante Bergtouren: Ein junger Mann stürzt in den Tod, sein Begleiter konnte geborgen werden. Die Einsatzkräfte im Zugspitzgebiet fragen sich: Woher kommt der Leichtsinn im Gebirge?  Doch weder sie noch das Team eines Notarzthubschraubers konnten den Verunglückten reanimieren. Der 36-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der Tote wurde von einem Polizeihubschrauber mit einem Seil geborgen. Wenige Tage zuvor war ein 74-jähriger Wanderer aus dem Sauerland in der Venediger-Gebirgsgruppe in Osttirol über Felswände in den Tod gestürzt. Ermittler gehen davon aus, dass auch er beim Abstieg verunglückt ist. Nach Angaben des Österreichischen Alpenvereins kommt es auf Bergtouren während des Abstiegs zu besonders vielen Unfällen, da während dieser Phase oft die Konzentration nachlässt und die Erschöpfung zunimmt. Unterwegs am Schicksalsberg: Im Juli 2025 starb die Bergsteigerin Laura Dahlmeier am Laila Peak. Der SPIEGEL und ein Fernsehteam sind einen Teil der Route nachgegangen.