US-Zölle: Trump ordnet hohe Zölle auf Drohnen und ihre Bauteile an

Datum14.08.2026 01:03

Quellewww.zeit.de

TLDRUS-Präsident Trump hat hohe Zölle auf importierte Drohnen und Bauteile angeordnet, da diese als Sicherheitsrisiko und wegen Abhängigkeit von ausländischen Anbietern gelten. Ab einer bestimmten Größe oder Sicherheitsrelevanz gelten 100 Prozent Zölle, sonst 25 Prozent. Bestimmte Länder wie EU, Japan, Südkorea, Schweiz und Taiwan zahlen 15 Prozent, Großbritannien 10 Prozent. Die Zölle treten größtenteils in 21 Tagen in Kraft. Ausnahmen gibt es für vom Verteidigungsministerium ausgenommene Produkte.

InhaltDrohnen ausländischer Unternehmen sind Donald Trump zufolge ein Sicherheitsrisiko für die USA. Bestimmte Modelle will er deshalb künftig mit 100 Prozent bezollen. US-Präsident Donald ​Trump hat Zölle auf den Import von Drohnen und deren Bauteilen verhängt. Das teilte die US-Regierung mit. Demnach habe Trump eine entsprechende ​Anordnung bereits unterzeichnet. In der Begründung heißt es, die USA seien ⁠zu abhängig von ausländischen Anbietern.  Für Drohnen ab einer bestimmten Größe oder ‌mit ⁠besonders sicherheitsrelevanten Fähigkeiten werde künftig ein ​Wertzoll von 100 Prozent fällig. Auf kleinere Modelle ohne diese Eigenschaften werde ein Wertzoll von 25 ​Prozent erhoben. Drohnen und Bauteile aus der Europäischen Union (EU), Japan, Liechtenstein, Südkorea, der Schweiz und Taiwan werden demnach zukünftig mit 15 Prozent verzollt. Für Einfuhren aus Großbritannien liege der Zollsatz bei zehn Prozent. Die Zölle sollen den Angaben zufolge 21 ⁠Tage nach der ​Unterzeichnung in Kraft treten. Für weniger sensible Bauteile gelte ‌eine Frist von 180 Tagen, teilte die US-Regierung mit. ‌Für Produkte, die das US-Verteidigungsministerium innerhalb von 20 ​Tagen nach Unterzeichnung von der sogenannten Covered List der US-Kommunikationsaufsicht FCC ausnimmt, gelte ebenfalls die Frist von ​180 Tagen. Auf dieser Liste stehen Kommunikationsgeräte, die als Risiko für die nationale Sicherheit der USA eingestuft werden. Vor der Entscheidung hatte US-Handelsminister Howard Lutnick eine Untersuchung vorangetrieben. Der ​Minister sei dabei zu dem Schluss gekommen, dass Drohnen und entsprechende ⁠Bauteile ​von bestimmten ausländischen Unternehmen Sicherheitsrisiken darstellten, hieß es ‌in dem vom US-Präsidialamt veröffentlichten Text der Anordnung. Zugleich produziere die heimische ‌Industrie nicht genug, um den Sicherheitsbedarf zu decken.