Drohnenabwehr von Bund und Ländern: Innenminister fordern schnelle Ausweitung der Drohnenabwehr

Datum13.08.2026 17:32

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Innenminister von Bund und Ländern fordern eine schnellere Ausweitung der Drohnenabwehr. Anlass ist die Entdeckung einer Sprengstoff-Drohne in Leipzig, die als Teil hybrider Angriffe eine neue qualitative Dimension darstellt. Trotz bereits erfolgter Investitionen in die Drohnenabwehr mahnt Hamburgs Innensenator Andy Grote mehr Geschwindigkeit und eine gemeinsame Strategie an. Die Sicherheitsbehörden sollen sich auf weitere Angriffe dieser Art vorbereiten. Über Details der Konferenz wurde Stillschweigen vereinbart.

InhaltVor dem Hintergrund der Geschehnisse in Leipzig ist die Innenministerkonferenz zusammengekommen. Die Ressortchefs fordern Tempo beim Ausbau der Drohnenabwehrfähigkeiten. Die Innenminister von Bund und Ländern wollen die Fähigkeiten zur Abwehr potenziell gefährlicher Drohnen schneller ausbauen. Das teilten mehrere Länderressortchefs nach einer gemeinsamen Telefonkonferenz mit. Hintergrund ist unter anderem die vergangene Woche in Leipzig entdeckte Sprengstoff-Drohne. Der gescheiterte Sprengstoffanschlag in Leipzig füge sich ein "in die aktuelle Entwicklung zunehmender hybrider Angriffe", sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) nach der eigens einberufenen Telefonkonferenz der Landesinnenminister mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Allerdings stellten die Geschehnisse in Leipzig "eine neue qualitative Dimension dar". Die Sicherheitsbehörden müssten sich auf weitere Angriffe dieser Art vorbereiten. Zwar investierten Bund und Länder weiter in ihre Fähigkeiten zur Drohnenabwehr und hätten diese bereits deutlich ausgebaut, sagte Grote, der aktuell Vorsitzender der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern ist. "Wir brauchen aber mehr Geschwindigkeit, eine noch intensivere Zusammenarbeit und vor allem eine von Bund und Ländern gemeinsam getragene Gesamtstrategie für die Drohnenabwehr in Deutschland", fügte er hinzu. Über die genauen Inhalte der Sonderkonferenz wurde Vertraulichkeit vereinbart. Grotes Forderungen schlossen sich jedoch auch die Innenministerinnen und -minister anderer Bundesländer an. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.