Seehandel: Hamburger Hafen meldet erneut Rückgang beim Umschlag

Datum13.08.2026 17:15

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Hamburger Hafen verzeichnete im ersten Halbjahr einen Rückgang des Gesamtumschlags um 3,1 Prozent auf 56,1 Millionen Tonnen. Auch der Containerumschlag sank um 3,8 Prozent. Gründe hierfür sind Terminalmodernisierungen und geringere Mineralölimporte wegen des Iran-Kriegs. China bleibt wichtigster Partner, während der Handel mit den USA stark zurückging. Erfreulich ist die Zunahme bei Singapur, Finnland und Indien.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Seehandel“. Lesen Sie jetzt „Hamburger Hafen meldet erneut Rückgang beim Umschlag“. Der Hamburger Hafen hat erneut Ladung verloren. Insgesamt seien in Deutschlands größtem Seehafen im ersten Halbjahr 56,1 Millionen Tonnen umgeschlagen worden - 3,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority mit. Auch der Containerumschlag sei zurückgegangen. Insgesamt gingen vier Millionen Standardcontainer (TEU) über die Kaikanten - 3,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ursachen seien die laufende Modernisierung der Terminals sowie rückläufige Importe von Mineralölprodukten durch den Iran-Krieg. Wichtigster Partner im Containerverkehr ist weiterhin China. Obwohl der Umschlag um 3,4 Prozent gesunken ist, ist die Zahl der bewegten Container immer noch annähernd so groß wie die der fünf folgenden Partnerländer zusammen. Besonders deutlich fiel der Rückgang den Angaben zufolge beim Umschlag mit den USA aus (minus 13,5 Prozent). Erfreulich sei dagegen eine Zunahme des Handels unter anderem mit Singapur (plus 13,1 Prozent), Finnland (plus 24,7 Prozent) und Indien (plus 7,2 Prozent).  Vor allem der Iran-Krieg hat den Umschlag von flüssigem Massengut im Hamburger Hafen um 14 Prozent zurückgehen lassen. Der Druck auf die globalen Energiemärkte habe von April an zu geringeren Mineralölimporten und auch zu rückläufigen Biodiesel-Umschlägen geführt. Deutliche Zuwächse beim Erzimport und beim Getreideexport wirkten dem entgegen, so dass der Gesamtumschlag von Massengut mit 15,9 Millionen Tonnen nur um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum lag. Deutlich stärker fiel der Ruckgang beim Umschlag konventionellen Stückguts aus. So sei im ersten Halbjahr bei einer Gesamtmenge von 535.000 Tonnen insbesondere aufgrund geringerer Stahlerzeugnisexporte ein deutliches Minus von 5,0 Prozent zu verzeichnen. © dpa-infocom, dpa:260813-930-525949/1