Datum13.08.2026 17:14
Quellewww.spiegel.de
TLDREin fast fünf Meter langer Riesenhai, die zweitgrößte Haiart der Welt, wurde tot an der dänischen Ostseeküste bei Ålbæk angeschwemmt. Das planktonfressende, für Menschen ungefährliche Tier wurde zur Untersuchung geborgen. Biologen zeigen sich begeistert über den seltenen Fund, da Riesenhaie küstenfern leben und nur gelegentlich gesichtet werden. Die Todesursache ist noch unklar, aber es wurden keine Verletzungen festgestellt.
InhaltRiesenhaie sind namensbedingt zutiefst missverstandene Tiere. An der dänischen Küste ist jetzt ein totes Exemplar aufgefunden worden. Die zuständige Biologin zeigt sich begeistert. An der dänischen Küste ist ein Riesenhai angeschwemmt worden. Passanten sahen das seltene und ungefährliche Tier bereits Tage vorher in Ufernähe herumschwimmen. Tage später, am Samstag , fanden sie es dann tot bei Ålbæk am Kattegat. Beim Riesenhai handelt es sich um die weltweit zweitgrößte lebende Haiart. Sie ernährt sich von Plankton und kleinen Organismen im Meerwasser, in dänischen Gewässern wird sie laut dem dänischen Nordsøen Oceanarium gelegentlich gesichtet. Wegen seines Namens sorgt er immer wieder für Aufsehen, dabei besteht für den Menschen überhaupt keine Gefahr. Das Institut mit Sitz in Nordjütland ließ den fast fünf Meter langen Riesenhai bei Ålbæk bergen, um ihn genauer zu untersuchen. Laut einer Mitteilung von Mittwoch sind keine Verletzungen festgestellt worden, der Hai wirkte weitgehend gesund und sogar gut ernährt. Das Tier sei vermutlich zehn bis 15 Jahre alt gewesen, kein hohes Alter, die Lebenserwartung dieser Haiart liegt bei bis zu 50 Jahren. Die Chefbiologin des Instituts, Kristina Ydesen, sagte laut der Mitteilung, dass man eine Menge wertvollen Materials gefunden habe. Das werde nun weiter untersucht. Bisher sei die Todesursache noch unklar. Ydesen zeigte sich regelrecht begeistert ob des Funds. Vielleicht komme es nur einmal in ihrer Karriere vor, dass sie einen Riesenhai sezieren darf, sagte sie laut der Mitteilung. Viele Besucherinnen und Besucher des Nordsøen Oceanarium (auf Deutsch: Nordsee-Ozeanarium) beobachteten die Arbeit der Biologin aus nächster Nähe. Kinder und Erwachsene hätten viele Fragen gestellt. Riesenhaie kommen in kalten bis gemäßigt warmen Gewässern vor, so auch in der Nordsee. Weil sie sich meist aber küstenfern aufhalten, werden sie nur selten gesichtet. Als Kattegat, an dem das Exemplar jetzt entdeckt worden ist, bezeichnet man das Meeresgebiet zwischen Dänemark und Schweden, zwischen Nord- und Ostsee. Denkbar also, dass sich das Tier einfach verirrt hatte.