Datum13.08.2026 16:36
Quellewww.zeit.de
TLDREin sieben Meter langer Buckelwal wurde tot vor Rügen in der Ostsee entdeckt. Seine Todesursache ist noch unklar und soll durch eine Obduktion geklärt werden. Vor einigen Tagen wurde ein Wal in der Region gesichtet, es ist jedoch ungewiss, ob es sich um dasselbe Tier handelt. Dies ist bereits der zweite tote Buckelwal in der Ostsee innerhalb eines Jahres. Wissenschaftler erhoffen sich Erkenntnisse über die Gründe für das Sterben und die Ausbreitung dieser nicht heimischen Tiere in der Ostsee.
InhaltDer tote, sieben Meter lange Wal wurde am Donnerstagmorgen in der Ostsee vor Rügen entdeckt. Woran er starb, ist bisher ungewiss. Eine Obduktion soll Klarheit bringen. Vor der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern ist ein toter Buckelwal gefunden worden. Eine Mitarbeiterin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund stellte den Tod des Tieres fest, wie die Forschungseinrichtung der ZEIT bestätigte. Der rund sieben Meter lange Wal werde zu der zwischen Rügen und Stralsund gelegenen Insel Dänholm unweit der Fundstelle gebracht, wo Wissenschaftler die Todesursache feststellen sollen. Der Wasserschutzpolizei wurde gemeldet, dass zwischen den Inseln Rügen und Usedom ein toter Wal im Wasser treibe. In den Tagen zuvor wurde vor der deutschen und später der polnischen Ostseeküste immer wieder ein Wal gesichtet. Ob es sich bei dem tot aufgefundenen Wal um dasselbe Tier handelt, sei bisher unklar, sagte ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums. Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern Till Backhaus sagte, es betrübe ihn, schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres den Tod eines Buckelwals in der Ostsee feststellen zu müssen. "Aus der Sektion des Tieres erhoffen wir uns zu erfahren, woran solche hier nicht heimischen Tiere in unseren Gewässern sterben und vielleicht, warum sie überhaupt in das für sie nicht geeignete, teils sogar lebensfeindliche Umfeld einschwimmen." Im Frühjahr wurde ein von vielen Menschen "Timmy" genannter Buckelwal in einer umstrittenen und aufwendigen Rettungsaktion in die Nordsee transportiert, wenige Tage später jedoch tot vor der dänischen Insel Anholt angespült.