Datum13.08.2026 12:25
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Bremen hat das neue Schuljahr begonnen, mit rund 5.300 Erstklässlern. Erstklässler haben nun einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Schulen erhalten datengestützte Entwicklungstools, und Schulpersonal wird als Ersthelfer für mentale Gesundheit geschult. Lernprogramme für Sprache und Mathematik werden fortgesetzt, und iPads werden per Leasingmodell bereitgestellt, wobei Social-Media-Apps gesperrt werden. Die Zahl der Lehrkräfte ist gestiegen, was zur Deckung des Bedarfs beiträgt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rund 5.300 Erstklässler“. Lesen Sie jetzt „Schuljahr in Bremen beginnt - das ist neu“. In Bremen ist das neue Schuljahr gestartet. Neu an den Schulen sind nicht nur rund 5.300 Erstklässler und Erstklässlerinnen, wie das Bildungsressort mitteilte. Auch im Schulalltag hat sich einiges geändert. Ab diesem Schuljahr haben Erstklässlerinnen und Erstklässler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Bildungssenator Mark Rackles wertete es als großen Erfolg, dass Bremen diesen für alle angemeldeten Kinder erfüllt habe. "Ganztag heißt für Kinder mehr Zeit zum Lernen, für Sport, Musik und ihre eigenen Interessen", sagte der SPD Etwa drei von vier Grundschulkindern nutzen nach Angaben des Ressorts bereits ein Ganztagsangebot der Stadt Bremen. Weitere Neuerungen betreffen die Schulentwicklung und Gesundheit. Erste Grundschulen erhalten ab Herbst ein Dashboard, um ihre Schule datenbasierte weiterzuentwickeln. Zudem werden Schularbeiter und -arbeiterinnen als Ersthelfer und Ersthelferinnen für mentale Gesundheit geschult. Verschiedene Lernprogramme für bessere Leistungen in Sprache und Mathematik sollen darüber hinaus fortgeführt werden. Die Ausstattung der Schüler mit iPads wird schrittweise auf ein Leasingmodell umgestellt. 50.000 Schüler erhalten neue Endgeräte. "In den ersten und zweiten Klassen der Grundschulen erfolgt die Ausstattung künftig bedarfsgerecht und orientiert an den Medienkonzepten der Schulen", hieß es in einer Mitteilung. Gängige Social-Media-Apps sollen auf den Tablets sowie über die Netzwerke der Schulen gesperrt werden. Für die Inklusion werden weiter Lehrkräfte qualifiziert. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen ist erneut gestiegen. Im neuen Schuljahr unterrichten mehr Lehrerinnen und Lehrer als zuvor in Bremen. 6.642 Lehrkräfte und damit mehr als im Vorjahr zählt das Bildungsressort. Denen gegenüber stehen auch mehr Schüler: 81.453 in diesem Jahr. Offen seien noch 34 Lehrer-Stellen - laut dem Ressort ein absoluter Tiefstand. Es habe erstmals seit 15 Jahren so viele neue Bewerbungen gegeben, dass nach fachlicher Eignung ausgewählt werden konnte. Hinzu kommen für das neue Schuljahr auch mehr Schulsozialarbeiter und nicht unterrichtendes Personal. Örtlich gebe es bei Lehrkräften und anderem Schulpersonal aber noch Engpässe. © dpa-infocom, dpa:260813-930-523856/1