Datum13.08.2026 10:34
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Robert Koch-Institut meldet einen deutlichen Anstieg hitzebedingter Todesfälle in Deutschland. Im Zeitraum April bis August 2023 starben schätzungsweise 12.500 Menschen im Zusammenhang mit Hitze. Dies ist die höchste Zahl seit 2018. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen. Die RKI-Statistik vergleicht Sterbefälle in Hitzeperioden mit hitzefreien Wochen, wobei Wetterdaten einfließen. Hitze ist oft ein verstärkender Faktor bei bestehenden Gesundheitsproblemen.
InhaltDas Robert Koch-Institut hat in diesem Sommer so viele Hitzetote verzeichnet wie seit 2018 nicht mehr. Gefährlich ist Hitze vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen. Die Zahl der Hitzetoten in diesem Sommer ist weiter gestiegen. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach starben im Zeitraum vom 6. April bis 2. August 12.500 Personen im Zusammenhang mit Hitze. Zuvor hatte das RKI die Zahl der hitzebedingten Todesfälle auf 11.900 geschätzt. 2026 ist laut RKI ein Rekordjahr, was hitzebedingte Sterbefälle angeht. Die bislang höchste Zahl an Hitzetoten war 2018 mit geschätzt 8.900 Fällen registriert worden. Zwischen Juni und September veröffentlicht das RKI wöchentlich einen Bericht über die aktuelle Lage. Das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle wird statistisch durch den Vergleich der Zahl von Sterbefällen in Sommerwochen mit und ohne Hitze berechnet. Dabei fließen auch Daten von 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in die Berechnung ein. Hitze führt sehr selten unmittelbar zum Tod. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Daher wird Hitze auf dem Totenschein nicht als die Todesursache angegeben und taucht auch nicht in der Todesursachenstatistik auf. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.