Datum13.08.2026 10:24
Quellewww.zeit.de
TLDRNach tödlichen Schüssen am Berliner Bahnhof Zoo auf einen 30-Jährigen, der aus einer arabischen Großfamilie stammt, hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt. Die Fahndung läuft, eine Wohnung in Friedrichshain wurde durchsucht und Beweismittel sichergestellt. Ermittler vermuten einen Zusammenhang zu Clankriminalität, was jedoch umstritten ist. Der Streit, der zu den Schüssen führte, eskalierte offenbar spontan aus einer Auseinandersetzung mehrerer Personen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Tödliche Schüsse am Bahnhof Zoo: Verdächtiger ermittelt“. Nach tödlichen Schüssen am Bahnhof Zoo in Berlin haben die Ermittler nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Verdächtigen ermittelt. Die Fahndung nach dem Mann läuft auf Hochtouren. Laut "B.Z." wurde in Friedrichshain in dem Zusammenhang am Montagabend eine Wohnung durchsucht. Dabei seien Beweismittel sichergestellt sowie ein hochwertiges Auto beschlagnahmt worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte dies nicht kommentieren. Sonntagnacht war ein 30-Jähriger vor dem Bahnhofsgebäude erschossen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen waren zunächst mehrere Menschen in einen Streit geraten, bevor aus der Gruppe heraus Schüsse fielen. Die Ermittler suchen nach einer tatverdächtigen Person, die mit einem Fahrzeug vom Tatort flüchtete. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes ermittelt in dem Fall. Polizei und Staatsanwaltschaft haben einen Zeugenaufruf gestartet und bitten um Hinweise. Vor welchem Hintergrund der Streit eskalierte, ist bislang öffentlich nicht bekannt. Ermittler vermuten einen Zusammenhang zu kriminellen Clans. Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund alleine aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert. Der getötete Mann stammt aus einer arabischen Großfamilie, die ursprünglich aus dem Libanon stammt. Laut "B.Z." versammelten sich am Dienstag Angehörige und Freunde des Opfers zu einer Trauerfeier in einer Moschee in Neukölln. © dpa-infocom, dpa:260813-930-523125/1