Von Menschen abschrecken: Gentges: Wolf wird abgeschossen, falls Vergrämung misslingt

Datum13.08.2026 09:37

Quellewww.zeit.de

TLDRBaden-Württembergs Agrarministerin Marion Gentges kündigt an, dass der Hornisgrinde-Wolf abgeschossen wird, falls weitere Vergrämungsversuche scheitern. Der Wolf hält sich seit über drei Jahren zu nahe an Menschen und Hunden auf. Nach erfolglosen Fang- und Besenderungsversuchen wurde bereits eine Abschussgenehmigung erteilt, die nun ausgesetzt ist. Ein genauer Zeitplan für die neuen Maßnahmen oder einen möglichen Abschuss existiert nicht.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Von Menschen abschrecken“. Lesen Sie jetzt „Gentges: Wolf wird abgeschossen, falls Vergrämung misslingt“. Sollte der Hornisgrinde-Wolf sich weiter nicht von Menschen fernhalten, wird das Tier nach Aussage von Baden-Württembergs Agrarministerin Marion Gentges (CDU) abgeschossen. "Man versucht es jetzt nochmal mit Vergrämungsmaßnahmen", sagte Gentges im Interview mit den "Badischen Neuesten Nachrichten" (BNN). "Wenn das nicht gelingt, steht eben am Ende der Abschuss." Wie vor wenigen Tagen vom Nationalpark Schwarzwald angekündigt, wolle man zunächst einen letzten Versuch starten, den Wolf umzutrainieren und von Menschen abzuschrecken. Wie lange diese Maßnahmen durchgeführt werden sollen und wann es zu der potenziellen Entscheidung eines Abschusses kommt, ließ Gentges offen. "Es gibt da keinen exakten Plan, was in so und so vielen Tagen passiert."  Der Hornisgrinde-Wolf kommt Spaziergängern – besonders jenen mit Hunden – seit mehr als drei Jahren zum Teil zu nahe und folgt ihnen oft im Abstand von unter 30 Metern. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Rüden mit einem Sender auszustatten und zu vertreiben, hatte das baden-württembergische Umweltministerium Anfang des Jahres eine Abschussgenehmigung erteilt. Diese ist seit Mitte März, mit dem Ende der Paarungszeit, ausgesetzt. © dpa-infocom, dpa:260813-930-522907/1