USA: Hegseth kündigt gemeinsame Militäreinsätze mit Kolumbien an

Datum13.08.2026 05:51

Quellewww.zeit.de

TLDRKolumbien tritt einer von den USA geführten Allianz gegen Drogenkartelle bei und stimmt gemeinsamen Militäreinsätzen zu. US-Verteidigungsminister Hegseth kündigte ein Vorgehen gegen "Drogenterrorismus" an. Kolumbien erhofft sich dadurch eine Steigerung der operativen Wirksamkeit gegen kriminelle Organisationen. Dies geschieht kurz nach der Amtseinführung des rechten Präsidenten De la Espriella und im Rahmen der US-Initiative "The Shield of the Americas".

InhaltKolumbien schließt sich einer US-geführten Allianz gegen den Drogenhandel an. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will gegen Drogenkartelle gewaltsam vorgehen. Kolumbien hat nach US-Angaben gemeinsamen Militäreinsätzen der beiden Staaten zur Bekämpfung des Drogenhandels zugestimmt. Das südamerikanische Land habe die USA gebeten, sich dem "Kampf gegen den Drogenterrorismus anzuschließen und gemeinsame Militäreinsätze zur Zerschlagung terroristischer Netzwerke genehmigt", teilte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mit. Kolumbien sei als 19. Land einem US-geführten Bündnis für den Kampf gegen die Drogenkartelle (A3C) beigetreten, sagte Hegseth bei einem Treffen der Partnerstaaten in Panama-Stadt. Zu dem geplanten militärischen Vorgehen gegen Drogenkartelle sagte Hegseth: "Wir tun schlechten Menschen Schlechtes an." Vor Soldaten sprechend, fügte er hinzu, man werde "sehr fähig sein, gegen Drogenkartelle und als terroristisch eingestufte Organisationen Gewalt auszuüben". Kolumbien wird seit wenigen Tagen vom rechten Staatschef Abelardo de la Espriella regiert, den US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf unterstützt hatte. Der kolumbianische Verteidigungsminister Jorge Mora bestätigte auf der Plattform X die Unterzeichnung eines bilateralen Abkommens mit den USA. Dieses solle dazu beitragen, "die operative Wirksamkeit im Kampf gegen die terroristischen und kriminellen Organisationen zu steigern". Mora würdigte zudem "die positive Reaktion der USA auf die Einladung von Präsident De la Espriella, die Planung, Koordinierung und Durchführung von Einsätzen gegen gemeinsame Bedrohungen zu vertiefen". Kolumbien, der weltweit größte Produzent von Kokain, war lange Zeit der wichtigste Partner der USA in Südamerika. Unter De la Espriellas linkem Amtsvorgänger Gustavo Petro hatten sich die Beziehungen jedoch deutlich verschlechtert. Trump hatte im März dieses Jahres in Miami seine neue Strategie im Kampf gegen die Drogenkartelle vorgestellt und die lateinamerikanischen Staaten aufgefordert, sich der Initiative anzuschließen. Diese ist auch unter dem Namen "The Shield of the Americas" bekannt. Die USA hatten bereits im März Ecuador bei Militäroperationen zur Bekämpfung des Drogenhandels unterstützt.