Kolumbien: Zahl der Toten nach Erdbeben in Kolumbien steigt auf 265

Datum13.08.2026 03:52

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien stieg die Zahl der Toten auf 265, 3.500 Menschen wurden verletzt. Die Suche nach über 4.000 Vermissten läuft, wobei die Zeit für die Rettung von Überlebenden aus Trümmern abläuft. 140 Gebäude stürzten ein, Zehntausende Wohnungen wurden beschädigt. Internationale Hilfe, darunter finanzielle Mittel und Einsatzkräfte, ist angelaufen.

InhaltNach dem schweren Erdbeben in Kolumbien erhöht sich die Zahl der Toten. Die Suche nach Überlebenden tritt in eine entscheidende Phase. Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Toten auf 265 gestiegen. Etwa 3.500 Menschen wurden verletzt, teilte Präsident Abelardo de la Espriella mit. Demnach gelten nun offiziell 496 Menschen als vermisst. In einer inoffiziellen Datenbank sind jedoch mehr als 4.000 Suchmeldungen eingegangen. "Unsere Anstrengungen konzentrieren sich auf die Vermissten", sagte de la Espriella. Der Druck bei der Suche nach Überlebenden in den Trümmern steigt. Die ersten 72 Stunden nach einem Unglück gelten als entscheidend, um Verschüttete lebend zu finden. Dieses Zeitfenster schließt sich jedoch nun. Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte sich am Montag im Nordwesten des Landes ereignet. Der Bürgermeister von Cali, Alejandro Eder, sagte Rettungskräfte fänden weiterhin Hinweise auf Menschen, die unter den Trümmern am Leben seien. "Die nächsten 20 Stunden sind entscheidend, um Menschen lebend zu finden und zu retten", sagte er. "Jede Minute ist wichtig." In der Nacht zum Mittwoch war es Rettungskräften in Pereira gelungen, eine 32-jährige Frau lebend aus Gebäudetrümmern zu retten. Jüngsten offiziellen Angaben zufolge brachte das Erdbeben 140 Gebäude komplett zum Einsturz, zehntausende Wohnungen wurden beschädigt. Mehr als 53.800 Menschen sind davon betroffen. Präsident de la Espriella hatte bei einem Besuch in Pereira den Menschen, die kein Zuhause mehr haben, finanzielle Hilfen zugesagt. Auch internationale Hilfe für Kolumbien ist inzwischen angelaufen. Die USA stellten mehr als 15 Millionen Dollar bereit. Mexiko und El Salvador schickten Hilfsgüter und Einsatzkräfte. Die Europäische Union sendete zwei Millionen Euro. Papst Leo XIV. stellte insgesamt 100.000 Euro als Soforthilfe für die betroffenen Gebiete bereit.