Datum12.08.2026 23:53
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer 32-jährige Nick Reiner muss sich wegen des Mordes an seinen Eltern, dem Hollywood-Regisseur Rob und der Produzentin Michele Reiner, vor Gericht verantworten. Eine Anklageschrift wirft ihm vor, das Paar im Dezember in ihrem Haus mit einem Messer getötet zu haben. Nick Reiner, der mit Drogenproblemen kämpfte und dessen schwierige Beziehung zu seinem Vater im Film "Being Charlie" thematisiert wurde, plädierte auf nicht schuldig. Ein Motiv ist unbekannt. Ihm droht eine lange Haftstrafe, möglicherweise die Todesstrafe.
InhaltDer Sohn des Hollywoodpaars Rob und Michele Reiner steht wegen Mordes an seinen Eltern vor Gericht. Eine Anklageschrift legt nun neue Vorwürfe gegen den 32-Jährigen offen. Das Geschworenengericht im Fall des Mordes an Rob und Michele Reiner wirft dem angeklagten Sohn vor, seinen Eltern gezielt aufgelauert zu haben. Nick Reiner soll das Hollywoodpaar im Dezember vergangenen Jahres mit einem Messer getötet haben. Das geht aus einer Anklageschrift hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Rob Reiner war Regisseur und Schauspieler, seine Frau Michele Fotografin und Produzentin. Sie wurden am 14. Dezember in ihrem Haus in Los Angeles tot aufgefunden. Nur wenige Stunden später wurde ihr gemeinsamer Sohn Nick verhaftet und kurz darauf wegen Mordes angeklagt. Der 32-Jährige plädierte im Februar auf nicht schuldig. Die Tat sei ein "schwerwiegender Verrat durch jemanden, der von genau den Menschen geliebt und geschätzt wurde, deren Ermordung ihm vorgeworfen wird", so Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman. "Wir hoffen, dass die Anklageerhebung durch die Grand Jury uns in diesem Fall einem Gerichtsverfahren und der Gerechtigkeit einen Schritt näherbringt." Im Falle einer Verurteilung droht Nick Reiner eine lange Haftstrafe, auch die Todesstrafe wäre möglich. Eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft, welche Strafe gefordert werden soll, steht noch aus. Ein Motiv für die Tat ist bislang nicht öffentlich bekannt. Nick Reiner ist das zweite von drei gemeinsamen Kindern des Paares und hatte jahrelang mit Drogenproblemen zu kämpfen. Als Teenager war er mehrfach in einer Entzugsklinik und zeitweise obdachlos. Rob Reiner und sein Sohn verarbeiteten ihre schwierige Beziehung 2016 in dem teilweise autobiografischen Film "Being Charlie – Zurück ins Leben".