Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: Siegmund: Durchgreifen gegen Extremisten

Datum12.08.2026 22:34

Quellewww.zeit.de

TLDRSachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Siegmund fordert ein hartes Durchgreifen des Rechtsstaats gegen Extremisten, um den Staat zu sichern. Er wies Bedenken zurück, dass die AfD Rechtsextremisten stärken könnte, und lenkte den Fokus auf andere Probleme. Der Landesverfassungsschutz stuft die AfD Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch ein. Ministerpräsident Schulze äußert Sorgen über eine Spaltung des Landes und kritisiert das Frauenbild der AfD.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt“. Lesen Sie jetzt „Siegmund: Durchgreifen gegen Extremisten“. Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat hat ein "hartes Durchgreifen des Rechtsstaats" gegen jeden Extremisten angekündigt. "Wir möchten den Rechtsstaat gegen jeglichen Extremismus sichern, und das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, die es aktuell nicht ist", sagte Siegmund in der MDR-Wahlarena. Der 35-Jährige reagierte damit auf die Frage einer Frau, die sich sorgte, dass ein Wahlerfolg der AfD Rechtsextremisten und Neonazis Auftrieb geben könnte. Die AfD in Sachsen-Anhalt wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.  "Ich glaube nicht, dass diese Dame nachts im Park Angst davor hat, dass jetzt die böse AfD aus dem Busch gesprungen kommt. Ich glaube, es gibt andere Probleme in diesem Land", sagte Siegmund. Er betonte, dass AfD-Veranstaltungen von der Polizei mit Hundertschaften geschützt werden müssten. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze äußerte Sorgen vor einer Spaltung des Landes. "Ich erlebe im Moment ein Sachsen-Anhalt, wo wir große Angst haben müssen, dass wir ein gespaltenes Bundesland werden", sagte er. Immer, wenn jemand eine andere Meinung als die AfD habe, gebe es Gegenwind. Er mache sich auch mit Blick auf das Frauenbild der AfD Sorgen. "Ihr Programm ist: Die Frauen sollen alle wieder Kinder kriegen, sollen sich zuhause darum kümmern. Das ist nicht das Frauenbild, das wir in Sachsen-Anhalt haben", sagte Schulze. © dpa-infocom, dpa:260812-930-521307/1