Datum12.08.2026 20:46
Quellewww.zeit.de
TLDREine partielle Sonnenfinsternis lockte am Abend zahlreiche Schaulustige nach Berlin und Brandenburg. Viele versammelten sich an Hotspots wie dem Zeiss-Großplanetarium, wo die Polizei Tausende zählte. Andere beobachteten das Naturschauspiel, bei dem der Mond die Sonne zu 85 Prozent verdeckte, an ruhigeren Orten. Nach Sonnenuntergang folgte der Höhepunkt des Perseiden-Meteorstroms. Die nächste totale Sonnenfinsternis über Deutschland ist erst 2081 zu erwarten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Naturschauspiel“. Lesen Sie jetzt „Blick nach oben zur Sonnenfinsternis - Run auf Planetarium“. Viele Menschen in Berlin und Brandenburg haben am Abend die partielle Sonnenfinsternis beobachtet. An Orten wie dem Schloss Charlottenhof in Potsdam, einzelnen S-Bahnsteigen in Berlin und dem Tempelhofer Feld in die Hauptstadt war es am Abend voll. Menschen beobachteten, wie der Mond sich zu einem Teil vor die Sonne schob. Zahlreiche Menschen hatten selbstgebastelte Kartons dabei, mit denen sie die Sonnenfinsternis beobachteten. Besonders groß war der Andrang vor dem Zeiss-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Polizei waren angesichts der Menschenmassen vor Ort. Der nahegelegene S-Bahnhof Prenzlauer Allee wurde gesperrt. Die Polizei sprach am Abend von etwa 3.000 Schaulustigen auf dem Platz vor dem Planetarium. Doch es gab auch Flecken, auf denen man das Naturschauspiel nahezu ungestört beobachten konnte: Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Zehlendorf war die Sonnenfinsternis nach Angaben eines dpa-Reporters gut zu sehen. Gerade mal vier Leute versammelten sich dort zwischenzeitlich, um das Naturwunder zu verfolgen. Größere Menschenansammlungen gab es am Schwedter Steg und auf den Brücken in Prenzlauer Berg, ebenso am Gesundbrunnen und auf dem Flakturm Humboldthain. Am Lietzensee in Charlottenburg setzten sich ebenso viele Schaulustige nieder, um das Schauspiel zu bestaunen. Der Mond begann, sich ab 19.15 Uhr vor die Sonne zu schieben und seinen Schatten auf die Erde zu werfen. Um 20.08 Uhr war mit 85 Prozent die maximale Bedeckung erreicht und gegen 20.37 Uhr, als die Sonne unterging, endete das Schauspiel. Später am Abend ist noch der Strom der Perseiden zu beobachten, der in der Nacht seinen Höhepunkt erreicht. Am besten ist der Meteorstrom zwischen 23.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens zu sehen. Astronomen rechnen mit bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde. In diesem Jahr stört auch kein Mondlicht die Beobachtungen, denn es ist Neumond, wie bei jeder Sonnenfinsternis. Erst am 3. September 2081 wird man von der äußersten Südwestecke Deutschlands wieder einmal eine total verfinsterte Sonne sehen können - genauer: die helle Sonnenkorona um die pechschwarze Neumondscheibe. Die letzte Sonnenfinsternis, deren Totalitätszone über Süddeutschland und Österreich verlief, war am 11. August 1999 zu beobachten. © dpa-infocom, dpa:260812-930-521088/1