Landtagswahl: Grüne starten in Stäbelow in den heißen Wahlkampf

Datum12.08.2026 20:06

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Grünen starten in Mecklenburg-Vorpommern mit der Forderung eines Nachbarschaftsbonus für Anwohner von Wind- und Solarparks in den Landtagswahlkampf. Spitzenkandidatin Claudia Müller schlägt vor, dass Haushalte in der Nähe von Energieanlagen geringere Stromkosten haben. Ziel ist die Regierungsbeteiligung, um die AfD fernzuhalten. Aktuelle Umfragewerte um die fünf Prozent gefährden jedoch den Wiedereinzug der Grünen in den Landtag.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landtagswahl“. Lesen Sie jetzt „Grüne starten in Stäbelow in den heißen Wahlkampf“. Mit der Forderung nach einem Nachbarschaftsbonus für Menschen in der Umgebung von Wind- und Solarparks sind die Grünen in die heiße Wahlkampfphase gestartet. Knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl stellte Spitzenkandidatin Claudia Müller die Kernforderungen ihrer Partei bei einer Veranstaltung in Stäbelow im Landkreis Rostock vor.  "Wer Windräder oder Solarpaneele vor der Haustür hat, soll weniger für Strom bezahlen", sagte die Bundestagsabgeordnete. "Wind spart Kohle." In Stäbelow könnten 70 Prozent der Haushalte von dem Nachbarschaftsbonus profitieren. "Für einen Drei-Personen-Haushalt wären das rund 300 Euro im Jahr", sagte sie. Von dem Bonus sollen nach den Plänen der Grünen Haushalte profitieren, die weniger als 2.000 Meter von einem Windpark oder weniger als 500 Meter von einem Solarpark entfernt liegen. Ihnen sollen die Netzentgelte erlassen werden. Als Ziel für die Landtagswahl am 20. September haben die Grünen eine Regierungsbeteiligung ausgegeben. Dabei gehe es auch darum, die AfD in der Staatskanzlei zu verhindern, hatte Müller beim Programmparteitag im Juni in Stralsund gesagt. Bei der Landtagswahl 2021 waren die Grünen auf 6,3 Prozent der Stimmen gekommen. Bei Umfragewerten von knappen fünf Prozent müssen sie derzeit um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. © dpa-infocom, dpa:260812-930-520976/1