Neu im Kino: «The End of Oak Street»: Anne Hathaway kämpft gegen Dinos

Datum12.08.2026 17:01

Quellewww.zeit.de

TLDRIn "The End of Oak Street" kämpft Anne Hathaway in den 1980ern mit ihrem Nachbarn gegen Dinosaurier, nachdem ein kosmisches Ereignis sie in die Urzeit katapultiert. Der Film bietet visuell ansprechende Action und einen 80er-Jahre-Look, erinnert an "Stranger Things" und "Jurassic Park". Die Handlung bleibt jedoch dünn und die Logik hinter der Zeitreise unklar. Der Film thematisiert Familienzusammenhalt. Für Hathaway ist es der vierte Film in kurzer Zeit.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Neu im Kino“. Lesen Sie jetzt „"The End of Oak Street": Anne Hathaway kämpft gegen Dinos“. Anne Hathaway scheint momentan überall zu sein. Es ist gerade einmal gut die Hälfte des Jahres um, da erscheint der mittlerweile vierte Film mit der Hollywood-Schauspielerin. Nach dem Musikdrama "Mother Mary", der Kultfilm-Fortsetzung "Der Teufel trägt Prada 2" und zuletzt dem Nolan-Epos "Die Odyssee" zieht es die 43-Jährige nun in ganz andere Gefilde: Dinos.  Es ist schon ein harter Kontrast zu den bislang erschienenen Filmen, wenn Hathaway in "The End of Oak Street" mitten in einem amerikanischen Vorort der 1980er Jahre gegen die eigentlich ausgestorbenen Tiere kämpft. Doch ihre Rolle in dem neuen Sci-Fi-Abenteuer zeigt auch etwas, was sie momentan im echten Leben auf den Pressetouren und Premieren ihrer Filme beweist: einen langen Atem. Dabei beginnt "The End of Oak Street" von Regisseur und Drehbuchautor David Robert Mitchell ("It Follows") eigentlich friedlich. Bei einem Nachbarschaftsfest auf der Oak Street, einer typisch amerikanischen Straße in einem Vorstadtidyll, feiern die Anwohner zusammen. Die Welt dort scheint in Ordnung zu sein. Nur Denise (Hathaway) und Greg ("Star Wars"-Schauspieler Ewan McGregor) kämpfen mit Eheproblemen, was auch ihren Kindern Brian (Christian Convery) und Audrey (Maisy Stella) auffällt. Schnell deutet sich jedoch an, dass etwas mit der Umgebung des Viertels nicht stimmt. Erst wächst eine mehrere Millionen Jahre alte Pflanze plötzlich im Garten einer älteren Frau, dann wird es heißer, Strom und Wasser fallen aus. Immer wieder blitzt ein helles Licht auf.  Durch ein kosmisches Ereignis landet die Nachbarschaft schließlich im Zeitalter der Dinosaurier und muss überleben - beziehungsweise versuchen, einfach nicht von den gigantischen Tieren gefressen zu werden. Auf der Leinwand sieht man etwa Flugsaurier, einen Tyrannosaurus und andere Fleischfresser. Sohn Brian fragt an einer Stelle: "Ist das das Ende der Welt?" "The End of Oak Street" besticht mit einem nostalgischen 80er-Jahre-Look, der sich für den Zuschauer selbst etwas wie eine Zeitreise in die 80er anfühlt. Er erinnert an eine Mischung aus "Stranger Things" und "Jurassic Park" - unter den englischen Trailer schrieb ein Youtube-Nutzer gar spaßhaft: "Stranger Park: Jurassic Things". Wer die Netflix-Serie und die kultige Abenteuerfilmreihe mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.  Generell ist die Optik ein Plus des Films. Das gilt auch für die animierten Dinosaurier und die zahlreichen, teils brutalen Actionszenen. In einer Szene wird gezeigt, wie die Straßen, Häuser und ein Schulbus in der Hälfte zerteilt sind und sich dahinter eine Schlucht mit einem hohen Wald verbirgt, wo die Urzeittiere leben. Gelungen ist auch der Spannungsbogen, wie sich anfangs die Umgebung Stück für Stück verändert. Allerdings: Die Handlung des von J. J. Abrams mitproduzierten Films bleibt hinter den Erwartungen zurück und insgesamt eher dünn, die Logik scheint an einigen Stellen keine große Rolle zu spielen. So wird man leider nicht wirklich schlau daraus, wieso die Zeitreise der Nachbarschaft überhaupt stattgefunden hat.  Abseits der Abenteuer-Geschichte verhandelt der Thriller Themen wie Zusammenhalt und Familie. Denise und Greg merken etwa, dass sie zusammenarbeiten müssen, um zu überleben, statt sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Hathaways Figur übernimmt im Film die Rolle der Anführerin, die die schlaueren Entscheidungen trifft und versucht, trotz des Chaos die Familie zu beschützen.  Für die Schauspielerin, die ihr drittes Kind erwartet, ist "The End of Oak Street" bereits der vierte erschienene Film innerhalb rund eines halben Jahres. Und 2026 ist noch nicht vorbei: Im Oktober folgt mit "Verity - Dunkle Geheimnisse" ein weiterer Film, diesmal ein Psychothriller an der Seite von Dakota Johnson. Das "Time Out"-Magazin fragte kürzlich in Anspielung auf ihren derzeitigen Kino-Run: "Schafft es der Star aus "Der Teufel trägt Prada 2" und "Die Odyssee", eine weitere Pressetour zu überstehen?"  Der straffe Zeitplan hängt auch damit zusammen, dass einige der Filme schon früher gedreht, aber erst in diesem Kinojahr platziert wurden. Der Dreh zu "Mother Mary" etwa hatte bereits im Jahr 2023 begonnen, zog sich aber hin. Hathaway sagte dem "People"-Magazin über ihren diesjährigen Filmkalender und ihr Leben, es sei extrem surreal. "Aber ich bin in einem Alter und an einem Punkt meiner Karriere, an dem ich weiß, dass so etwas nicht oft vorkommt und ganz sicher nicht ewig anhält". Die Oscar-Preisträgerin fügte hinzu: "Also werde ich einfach so lange auf dieser Welle reiten, wie es geht, ich werde es genießen, auf meinem Brett zu stehen, und wenn ich dann ins Wasser falle - dann ist es eben so." © dpa-infocom, dpa:260812-930-520297/1