Datum12.08.2026 11:13
Quellewww.zeit.de
TLDRGrünen-Chef Felix Banaszak chauffiert im Wahlkampf potenzielle Wähler als Taxifahrer. Ziel ist es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Anliegen zu erfahren. Dies geschieht vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, wo die Grünen in zwei Bundesländern um den Einzug kämpfen. Banaszak betont die Wichtigkeit von Umweltschutz und warnt vor rechtsextremen Parteien.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fahrtdienste“. Lesen Sie jetzt „Wahlkampf: Grünen-Chef wird zum Taxifahrer“. Für den Wahlkampf chauffiert Grünen-Chef Felix Banaszak potenzielle Wählerinnen und Wähler durch die Gegend. "Politik soll ja Menschen da abholen, wo sie sind, und an ihr Ziel bringen. Ich habe mir gedacht, ich mache das wörtlich", sagte Banaszak in Berlin vor seiner ersten Fahrt. "Ich fahre Auto, wie ich Politik mache: frei von Angst und mit großer Freude." Bisher sei er unfall- und weitgehend kratzerfrei gefahren. Wer sich vom Co-Chef der Grünen kutschieren lassen und dabei mit ihm ins Gespräch kommen möchte, kann über eine Website sein Interesse bekunden. Es habe viele Einsendungen gegeben, sagte der 36-Jährige. "Ich glaube, ich gehe auch mit Menschen eine Matratze transportieren und einkaufen." Er fügte hinzu: "Aber die Gelegenheit soll vor allem dazu dienen, im Auto über das zu sprechen, was die Menschen umtreibt." In Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wird im September gewählt. In den beiden Flächenländern kratzen die Grünen in Umfragen an der Fünf-Prozent-Hürde, an der der Einzug in den Landtag hängt. In der Hauptstadt bewegen sie sich zwischen 15 und 19 Prozent. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gehe es nicht nur um Stimmen für die Grünen, sondern auch darum, ob "die einzige Kraft", die Umwelt-, Naturschutz und Klimaschutz ernst nehme, aus den Landtagen verschwinde und ob "eine antidemokratische, verfassungsfeindliche, rechtsextreme, in Teilen faschistische Partei" die Möglichkeit bekomme, ein Bundesland zu regieren, sagte Banaszak mit Bezug auf die AfD. © dpa-infocom, dpa:260812-930-517913/1