Datum12.08.2026 10:35
Quellewww.spiegel.de
TLDRNach einem schweren Erdbeben in Kolumbien wurden ein Baby und sein Vater lebend aus Trümmern gerettet. Der Vater schützte das zwei Monate alte Kind mit seinem Körper. Mehr als 2500 Menschen werden noch vermisst, mindestens 216 kamen ums Leben. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden, während der Zustand des geretteten Vaters und Babys stabil ist.
InhaltDie Rettungskräfte kämpfen nach dem verheerenden Erdbeben in Kolumbien gegen die Zeit. Mehr als 2500 Menschen werden noch in den Trümmern vermisst. Die Meldung eines geretteten Babys macht Hoffnung. In Kolumbien suchen Rettungskräfte weiter nach Überlebenden nach dem schweren Erdbeben im Westen des Landes: Nun sind ein Baby und dessen Vater lebend aus einem eingestürzten Haus in der Stadt Cali gerettet worden. Der Mann schützte das etwa zwei Monate alte Kind mit seinem Körper, als das fünfstöckige Gebäude kollabierte, wie kolumbianische Medien berichten. Zwei Polizisten, die gerade in der Gegend waren, seien auf den Trümmerberg geklettert, berichtete der Sender Caracol. "Wir hörten Weinen und Stöhnen", erzählte demnach einer der Einsatzkräfte, Ronald García. Es habe auch stark nach Gas gerochen. "Ich bin selbst Vater und habe eine vierjährige Tochter. Ohne groß nachzudenken, haben wir angefangen, zu graben." Anwohner hätten dabei geholfen. Sie hätten schließlich zu dem Vater und seinem Sohn namens Salomón vordringen können. Der noch halb vergrabene Mann hielt das Baby fest in seinen Armen, um es zu schützen, wie der Polizist weiter berichtete. "Er bat uns nur, sein Kind nicht sterben zu lassen." Schließlich konnten beide in ein Krankenhaus gebracht werden. Nachdem beide in ein Krankenhaus gebracht und operiert worden, sei ihr Zustand stabil, berichtet "Caracol ". Die Mutter und deren Bruder seien aber noch unter den Trümmern. "Möge Gott dafür sorgen, dass sie am Leben sind", sagte der Polizist. Die Suche geht weiter. Bei dem Beben sind nach jüngsten Zahlen der Regierung mindestens 216 Menschen getötet und mehr als 2500 verletzt worden. Es gibt jedoch aufgrund der sich entwickelnden Lage teils unterschiedliche Angaben aus unterschiedlichen Quellen. Allein in Cali, der Hauptstadt des Departments Valle del Cauca, gab es 95 Tote, mehr als 180 Menschen gelten noch als vermisst. Die Stadt hat rund 2,3 Millionen Einwohner. Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte sich am Montag ereignet. Das Epizentrum lag nahe der westkolumbianischen Gemeinde San José del Palmar im Departamento Chocó, einer relativ armen Region an der Pazifikküste. Mehr als hundert Wohn- und Bürogebäude in mehreren Städten und Orten stürzten in sich zusammen. Sehen Sie auch: Ein verheerendes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Menschen haben die dramatischen Momente unmittelbar nach dem Beben mit dem Handy gefilmt.