Datum12.08.2026 10:21
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Marineschiffbauer TKMS prognostiziert ein stärkeres Geschäftsjahr mit erwartetem Umsatzwachstum von 10-12 % und einer bereinigten EBIT-Marge von bis zu 6,5 %. Grund dafür sind Wachstum bei Atlas Electronics und Überwasserschiffen, sowie eine neue Nachfrage aus dem Persischen Golf nach Minenräumfahrzeugen. Trotz eines Rückgangs des Auftragseingangs bleibt der Auftragsbestand mit rund 20 Milliarden Euro hoch.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „U-Bootbauer“. Lesen Sie jetzt „Marineschiffbauer TKMS steigert Umsatz und Ertrag“. Der Marineschiffbauer TKMS blickt optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Vor allem bei Atlas Electronics sowie bei Überwasserschiffen geht das Unternehmen von einem starken Wachstum aus, wie die Tochter des Industriekonzerns Thyssenkrupp in Kiel mitteilte. Das U-Bootgeschäft dürfte hingegen moderat zulegen. Die Nachfrage sei sehr stark, sagte TKMS-Chef Oliver Burkhard. Jetzt gehe es auch stark darum, die Aufträge abzuarbeiten. "Alle haben Geld, aber keine Zeit mehr. Früher hatten sie alle Zeit, aber kein Geld." Auffällig sei infolge des Iran-Kriegs eine neue Nachfrage aus Anrainerstaaten des Persischen Golfs etwa zum Thema Minenräumung. 2025/26 (per Ende September) soll der Umsatz nun um 10 bis 12 Prozent steigen. Bislang hatte TKMS 2 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt. Die bereinigte Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll bis zu 6,5 Prozent erreichen. Hier standen bislang über 6 Prozent auf dem Zettel. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz um 19 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit kletterte von 98 Millionen auf 110 Millionen Euro. Unter anderem höhere Verwaltungskosten drückten die Marge um 0,3 Punkte auf 5,8 Prozent. Der Auftragseingang ging hingegen deutlich zurück: von 8,6 auf 3,6 Milliarden Euro. Allerdings hatte TKMS im Vorjahr von zwei Großaufträgen profitiert. TKMS-Finanzchef Paul Glaser sprach dennoch von einer "wirklich sehr guten und sehr starken Zahl". Der Auftragsbestand liegt bei rund 20 Milliarden Euro. © dpa-infocom, dpa:260812-930-517597/1