Datum12.08.2026 08:38
Quellewww.spiegel.de
TLDRAuf Sylt ließen mutmaßliche Klimaaktivisten in der Nacht zu Dienstag bei rund 50 Luxus-SUVs die Luft aus den Reifen. Eine Gruppe namens "Widerstandskollektiv" bekannte sich dazu und begründete die Aktion mit der Umweltbelastung durch solche Fahrzeuge. Die Polizei ermittelt, ob eine Straftat vorliegt, schließt jedoch eine Sachbeschädigung aus. Die Aktivisten markierten die Autos und hinterließen eine Nachricht, die die Aktion auf die Fahrzeuge und nicht auf die Besitzer bezog.
Inhalt"Bei etwa 50 Luxuskarren die Luft aus Reifen gelassen": Auf Sylt standen SUV-Besitzer vor fahrunfähigen Autos. Die Polizei ermittelt gegen mutmaßliche Klimaaktivisten. Auf der Nordsee-Insel Sylt haben mutmaßlich Klimaaktivisten in der Nacht zu Dienstag bei zahlreichen Pkw die Luft aus den Reifen gelassen. In einer E-Mail, die von einer Gruppe stammen soll, die sich "Widerstandskollektiv" nennt, hieß es, man habe "bei etwa 50 Luxuskarren die Luft aus Reifen gelassen". "Die Ermittlungen sind aufgenommen worden", sagte eine Polizeisprecherin. Die Ventile der Reifen an den SUV waren demnach so manipuliert worden, dass die Luft langsam entwich. Laut Polizei stellt das Luftablassen juristisch keine Sachbeschädigung dar, berichtete der NDR . Ob ein Straftatbestand vorliegt, werde geprüft. Laut der Mail des "Widerstandskollektivs" wurden die betroffenen Fahrzeuge markiert und mit Nachrichten versehen. "Vielleicht macht Sie diese Aktion im ersten Moment wütend. Bitte nehmen Sie sie dennoch nicht persönlich. Es geht nicht um Sie als Person, sondern um die Art von Fahrzeug und den damit verbundenen Autoverkehr", hieß es dort. Für "viele Luxusurlauber gehört der teure Wagen zum Aufenthalt wie die Austern und das Champagnerglas", so das Widerstandskollektiv weiter: "Für eine kleine Insel wie Sylt ist dieser Kult weder notwendig noch verantwortbar". Die Herstellung, der immense Ressourcenverbrauch und der Betrieb dieser Fahrzeuge belasteten Klima und Umwelt erheblich.