Schwierige Löscharbeiten in Sachsen: Waldbrand bei Plauen – Feuerwehr muss zu Fuß anrücken

Datum12.08.2026 04:46

Quellewww.spiegel.de

TLDRBei Plauen wütet seit Dienstagabend ein Waldbrand, der größte seit 30 Jahren. Etwa sieben Hektar sind betroffen. Wegen des steilen, nicht befahrbaren Geländes müssen Einsatzkräfte zu Fuß arbeiten, was die Löscharbeiten erschwert. Drei Hubschrauber sollen unterstützen. Die Bevölkerung wurde aufgrund des Rauchs aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Totholz in dem Renaturierungswald stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.

InhaltSeit Dienstagabend wütet bei Plauen ein Waldbrand, es ist der größte seit Jahrzehnten. Das Gelände ist allerdings mit Feuerwehrautos nicht befahrbar – und ein Ende der Löscharbeiten nicht in Sicht. Der Waldbrand bei Plauen im Vogtlandkreis ist für die Stadt einer der größten Brände der vergangenen Jahrzehnte. "Wir reden hier von dem größten Brandereignis, das wir in den Wäldern und auf den Feldern in den letzten 30 Jahren hatten", sagte Oberbürgermeister Steffen Zenner. Insgesamt sind dem Stadtoberhaupt zufolge etwa sieben Hektar betroffen. Das entspricht einer Fläche von knapp zehn Fußballfeldern. Wegen des Brandes sind Teile der nahe gelegenen Bundesstraße 173 gesperrt. Die Stadt rief die Bevölkerung in einem Radius von zwei Kilometern auf, Fenster und Türen wegen des Rauchs geschlossen zu halten. Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter "Die Lage am Abend" – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail. Der Brand wütet seit Dienstagabend. Nach Angaben der Stadt sind rund 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie können die Flammen allerdings nur mit großer Mühe löschen: Das Gelände liege teilweise an einem steilen Hang und sei mit Feuerwehrautos nicht befahrbar. Die Einsatzkräfte müssten sich daher zu Fuß vorarbeiten und die Schläuche kontinuierlich verlängern. Ein Ende der Löscharbeiten sei bislang nicht in Sicht. Ab Mittwochmorgen gegen 7 Uhr sollen drei Hubschrauber die Feuerwehrleute unterstützen, hieß es. Die Hubschrauber sollen Löschwasser aus der Talsperre Pirk aufnehmen und über dem Brandgebiet abwerfen, wie die Stadt mitteilte . Die Feuerwehr hofft so, auch die Flammen am Hang zu löschen. Ein weiteres Problem sei das viele Totholz, erklärte Feuerwehrchef Patrick Heinritz. Bei dem betroffenen Wald handelt es sich demnach um einen sogenannten Renaturierungswald. Dort werden umgestürzte Bäume häufig liegen gelassen, um Lebensräume für Käfer und Insekten zu schaffen.