Datum12.08.2026 00:01
Quellewww.zeit.de
TLDRVerkehrsminister Bilger versichert, dass die Versorgung trotz Niedrigwassers gesichert sei. Er betont jedoch die Notwendigkeit, Güterverkehr auf Schiene und Straße zu verlagern. Die Bahn habe bereits zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt. Die Bauindustrie schätzt die Lage kritischer ein und warnt vor Lieferengpässen, höheren Kosten und Verzögerungen, sollten die Niedrigwasserbedingungen andauern.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Drohen Engpässe?“. Lesen Sie jetzt „Verkehrsminister: Versorgung trotz Niedrigwasser gesichert“. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sieht trotz der anhaltenden Niedrigwasserlage auf wichtigen Wasserstraßen derzeit keine Versorgungsengpässe. "Stand jetzt ist die Versorgung gewährleistet", sagte Bilger der "Rheinischen Post" vor einer Schaltkonferenz mit den Verkehrsministern der Länder an diesem Mittwoch. Um das Risiko zu senken, müsse mehr Güterverkehr von den Wasserstraßen auf Schiene und Straße verlagert werden, betonte der Minister. Bund und Länder wollten sich über weitere Schritte abstimmen. Er gehe davon aus, dass die Problematik mindestens bis Ende August anhalte. Der Deutschen Bahn sprach Bilger ein Lob aus: "Ich bin dankbar, dass die Bahn sich umgehend gekümmert und zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt hat." Dazu gehörten weitere Waggons, deren Zahl noch steigen solle. Die Bauindustrie sieht die Lage indes deutlich kritischer. "Lieferengpässe für erste Baustoffe sind von den Lieferanten bereits angekündigt worden für den Fall, dass die Situation noch länger anhält, wovon derzeit auszugehen ist", sagte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Flächendeckende Baustopps sehe er zwar aktuell nicht. Je länger und ausgeprägter die Niedrigwasserphase allerdings anhalte, desto größer werde das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen. © dpa-infocom, dpa:260811-930-516086/1