Datum12.08.2026 00:02
Quellewww.zeit.de
TLDRSahra Wagenknecht signalisiert, dass das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Falle eines Einzugs in den sachsen-anhaltischen Landtag bereit wäre, einen Ministerpräsidenten der AfD zu tolerieren. Sie argumentiert, die "Brandmauer" sei gescheitert und eine Ausgrenzung der AfD undemokratisch. Das BSW strebt zunächst einen überparteilichen Ministerpräsidenten an. Bei Ablehnung anderer Parteien würde sich das BSW im dritten Wahlgang enthalten. Die AfD liegt in Umfragen deutlich vorn, während die CDU eine Koalition mit der AfD ausschließt.
InhaltSahra Wagenknecht will bei einem Einzug des BSW in den Landtag von Sachsen-Anhalt einen AfD-Ministerpräsidenten möglich machen. Die Brandmauer sei gescheitert. Die BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht will bei einem Einzug ihrer Partei in den Landtag von Sachsen-Anhalt notfalls den Weg für einen Ministerpräsidenten von der AfD freimachen. Das sagte Wagenknecht gegenüber der Bild-Zeitung. "Unser Wahlziel ist die Abwahl des CDU-Amtsinhabers und seine Ersetzung durch einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit einem Kompetenzkabinett und wechselnden Mehrheiten regiert. Das bedeutet: auch mit der AfD." Sollten die anderen Parteien dieses Modell ablehnen, würde sich das BSW im dritten Wahlgang enthalten, sagte Wagenknecht weiter. "Es ist einfach völlig undemokratisch, eine Partei, die von rund 40 Prozent der Wähler gewählt wird, dauerhaft auszugrenzen", sagte Wagenknecht: "Die Brandmauer ist gescheitert." Dafür müsste das BSW aber erst einmal in den Landtag einziehen, also auf mindestens fünf Prozent der Stimmen kommen. Aktuelle Umfragen sehen die Partei bei vier bis fünf Prozent. Laut Zahlen von Infratest dimap würde die AfD von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit 41 Prozent der Stimmen mit großem Abstand auf Platz eins liegen, weit vor der CDU (24 Prozent). Womöglich könnte ein solches Wahlergebnis sogar für eine absolute Mehrheit der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt reichen. Die CDU schließt eine Koalition mit der AfD strikt aus, ebenso mit der seit Jahrzehnten im Landtag vertretenen Linken.