Datum11.08.2026 23:11
Quellewww.spiegel.de
TLDROwen Ansah gewann Bronze über 100 Meter bei der Leichtathletik-EM. Dies ist die erste deutsche Medaille über diese Distanz seit 40 Jahren. Allerdings droht ihm eine Sperre, da er eine Dopingkontrolle verweigert haben soll. Ansah bestreitet die Vorwürfe und gibt an, unter Zeitdruck gestanden zu haben, als der Kontrolleur erschien.
InhaltDer deutsche Leichtathlet Owen Ansah hat im Sprint-Finale der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham den dritten Platz geholt. Wegen einer verpassten Dopingkontrolle ist unklar, ob er die Medaille auch behalten darf. Der deutsche Rekordhalter Owen Ansah hat im 100-Meter-Finale bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham die Bronzemedaille geholt. Der Sprinter vom Hamburger SV musste sich damit nur dem neuen Europameister Romell Glave (10,09 Sekunden) und dessen britischem Landsmann Jeremiah Azu (10,16) geschlagen geben. Damit ist Ansah der erste deutsche Sprinter seit 40 Jahren, der über 100 Meter eine Medaille sichern konnte. Ob Ansah diese allerdings behalten darf, ist unklar. Wegen des Vorwurfs, eine Dopingprobe verweigert zu haben, hat die Nationale Anti Doping Agentur zuvor eine vierjährige Sperre gegen Ansah vorgeschlagen. Der 25-Jährige lehnt das ab und ist derzeit nicht suspendiert, daher darf er auch bei der EM starten. Ansah wollte am 9. Juli gerade zum Diamond-League-Meeting nach Monaco aufbrechen und war nach eigenen Worten unter Zeitdruck, als ihn ein Kontrolleur zur Abgabe einer Dopingprobe aufforderte. Er gab an, kurz zuvor gerade die Toilette besucht zu haben und so schnell nicht eine Probe abgeben zu können. Der Kontrolleur war außerhalb des von Ansah angegebenen Zeitfensters erschienen. Der Sprinter betont, er habe sich zu keinem Zeitpunkt geweigert, eine Probe abzugeben.