Betrugsmasche: Mit erfundenen Geschichten 200.000 Euro von Ärztin ergaunert

Datum11.08.2026 13:35

Quellewww.zeit.de

TLDREin 63-Jähriger wurde in den Niederlanden festgenommen, weil er eine Leipziger Ärztin mit erfundenen Geschichten um 200.000 Euro betrogen haben soll. Er gab sich als Interpol-Polizist und Opernsänger aus und bat um finanzielle Hilfe für vermeintliche Operationen. Die Ärztin glaubte seinen Erzählungen, die als "Friends-Scamming" bezeichnet werden, und gab ihm das Geld. Nach seiner Flucht ins Ausland wurde er nun gefasst.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Betrugsmasche“. Lesen Sie jetzt „Mit erfundenen Geschichten 200.000 Euro von Ärztin ergaunert“. Nach einem ungewöhnlichen Betrugsfall in Leipzig hat die Polizei einen Tatverdächtigen in den Niederlanden festgenommen. Der 63-Jährige steht unter dem Verdacht, eine Ärztin mit teilweise hanebüchenen Erklärungen um 200.000 Euro betrogen zu haben, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilten. Der Mann war demnach im Juli 2025 in der Praxis der Medizinerin erschienen und hatte sich unter falschem Namen als Privatpatient ausgegeben. Er gaukelte der Frau vor, Polizist bei Interpol zu sein, eine Ausbildung als Opernsänger zu haben, in Tunesien Hunde zu retten und aufgrund verschiedener Erkrankungen und vermeintlich notwendiger Operationen finanzielle Hilfe zu benötigen. Mit diesen Angaben erschlich er sich das Vertrauen der Ärztin, die ihm insgesamt 200.000 Euro aushändigte, im Glauben daran, dem Patienten freundschaftlich zu helfen. Danach verschwand der Tatverdächtige und setzte sich zunächst ins Ausland ab. Die Behörden bezeichnen diese Betrugsmasche als "Friends-Scamming". Der 63-Jährige wurde schließlich in den Niederlanden aufgespürt und Mitte Mai dieses Jahres festgenommen und soll nunmehr in die JVA Leipzig überführt werden. Die Ermittlungen dauern an. © dpa-infocom, dpa:260811-930-513945/1