Trockenheit und Tourismus: Niedrigwasser bremst Freizeitboote an Schleusen

Datum11.08.2026 10:02

Quellewww.zeit.de

TLDRDie anhaltende Trockenheit führt zu Niedrigwasser in der Havel, was Freizeitkapitäne an Schleusen mit Wartezeiten von bis zu zwei Stunden konfrontiert. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt versucht, Boote gebündelt zu schleusen, was die Kapazität einschränkt. Im Spreewald sind Wasserwege zwar weiterhin befahrbar, Paddler werden jedoch angehalten, Schleusungen zu meiden und die sensible Natur zu schonen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Trockenheit und Tourismus“. Lesen Sie jetzt „Niedrigwasser bremst Freizeitboote an Schleusen“. Niedrigwasser in der Havel löst an Schleusen Wartezeiten für Freizeitkapitäne aus. In der Urlaubszeit sind mehr Sportboote auf Kanälen und Flüssen unterwegs.  Der Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel, Ralf-Rüdiger Dimmek, sagte, es seien aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht die erforderlichen Abflussmengen in der Havel zur Verfügung, um lückenlos einzelne Sportboote im Bereich der Freizeitschifffahrt zu schleusen. "Das kann Wartezeiten bis zu zwei Stunden bedeuten". Das betrifft etwa die Obere Havel-Wasserstraße und die Müritz-Havel-Wasserstraße. Es sollen möglichst viele Freizeitboote zusammen geschleust werden. Darüber entscheide das Schleusen-Personal, so Dimmek. "Es ist nicht so geschmeidig wie wenn wir aus dem Vollen schöpfen können." Auch in den Spreewald-Fließen ist die Trockenheit spürbar, die Wasserwege sind aber weiter für den Boots- und Kahnverkehr frei. Paddler sollen jedoch Schleusungen vermeiden und stattdessen etwa Bootsrollen für ein Umsetzen der Paddelboote an Land nutzen, wie die Stadt Lübben mitteilte. Sie weist auch auf den Naturschutz hin: Uferkanten sollten nicht beschädigt, Wasserpflanzen und Ufervegetation geschont werden. "Niedrige Wasserstände stellen insbesondere für das sensible Ökosystem des Spreewaldes eine besondere Herausforderung dar." © dpa-infocom, dpa:260811-930-512591/1