Halbjahresbilanz: Elektrobranche mit starkem Auftragsplus - Zuversicht wächst

Datum11.08.2026 09:13

Quellewww.zeit.de

TLDRDie deutsche Elektro- und Digitalindustrie verzeichnete im ersten Halbjahr ein Auftragsplus von 9,5 Prozent, getragen von Inland- und Auslandsbestellungen. Dies und eine Produktionssteigerung um 0,7 Prozent lassen das Jahresziel von 2 Prozent Wachstum realistisch erscheinen. Die Geschäftserwartungen verbessern sich. Sorgen bereiten jedoch mögliche Materialknappheiten aufgrund der Lage am Persischen Golf, von denen 29 Prozent der Unternehmen betroffen sind.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Halbjahresbilanz“. Lesen Sie jetzt „Elektrobranche mit starkem Auftragsplus - Zuversicht wächst“. Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat das erste Halbjahr mit einem Auftragsplus abgeschlossen und blickt wieder optimistischer nach vorn. 9,5 Prozent mehr Bestellungen als im Vorjahreszeitraum verzeichnete die Branche bis Ende Juni, wie der Branchenverband ZVEI in Frankfurt mitteilte.  Dank einer Produktionssteigerung um 0,7 Prozent in den ersten sechs Monaten rückt das für das Gesamtjahr angestrebte Ziel von inflationsbereinigt plus 2 Prozent wieder in greifbare Nähe. Die Stimmung in den Unternehmen wird besser: Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen in der jüngsten Erhebung merklich besser aus. Die Steigerung bei den Aufträgen im ersten Halbjahr stammt zu etwa gleichen Teilen aus dem Inland (plus 9,7 Prozent) und dem Ausland (plus 9,4 Prozent). Das kräftige Auftragsplus von 13,3 Prozent im Juni hingegen beruht allein auf den Inlandsorders, die zum Vorjahresmonat ungewöhnlich deutlich um 60,7 Prozent anzogen. "Dabei waren Großaufträge im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie die zentralen Treiber", wie ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann erläuterte. Die Bestellungen von Kunden aus dem Ausland gingen im Juni um 11,3 Prozent zurück. Sorge bereitet der Branche mit rund 865.000 Beschäftigten die Entwicklung am Persischen Golf. Angesichts des Iran-Kriegs hätten "Befürchtungen rund um Materialknappheiten im weitesten Sinne wieder deutlich zugenommen", führte Gontermann aus. 29 Prozent der Firmen seien davon betroffen, drei Monate zuvor waren es noch 19 Prozent. © dpa-infocom, dpa:260811-930-512386/1