Trump Media & Technology: Trumps Medienfirma meldet hohen Millionenverlust

Datum11.08.2026 08:20

Quellewww.zeit.de

TLDRTrump Media & Technology verzeichnete im zweiten Quartal einen Verlust von 238,1 Millionen US-Dollar, eine Verzehnfachung gegenüber dem Vorjahr, trotz gestiegener Umsätze auf 1,7 Millionen US-Dollar. Der hohe Fehlbetrag resultiert auch aus Wertverlusten bei Kryptowährungen. Das Unternehmen will sich nun stärker auf die Plattform Truth Social konzentrieren und weniger lukrative Geschäftsfelder wie Onlinewetten aufgeben. Ein neuer Dienst namens Truth API, der schnellen Datenzugang zu Truth Social bietet, soll zehn Kunden, hauptsächlich Hochfrequenzhändler, gewonnen haben.

InhaltMit 238,1 Millionen US-Dollar hat Trump Media seinen Verlust verzehnfacht. Das Unternehmen will sich nun stärker auf die Plattform Truth Social fokussieren. Das Medienunternehmen von US-Präsident Donald Trump hat im zweiten Quartal einen Verlust von 238,1 Millionen US-Dollar verbucht. Das teilte Trump Media & Technology mit. Der Umsatz stieg zwar um 89 Prozent, erreichte damit aber nur rund 1,7 Millionen Dollar.  Grund für die roten Zahlen ist auch der Wertverlust bei Investitionen in Digitalwährungen wie Bitcoin. Der Fehlbetrag ist mehr als zehnmal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Auch im ersten Quartal von 2026 verzeichnete das Unternehmen Millionenverluste.  Daraufhin kündigte der neue Vorstandschef Kevin McGurn eine Neuausrichtung des Unternehmens an. Demnach sollen neue Geschäftsfelder wie Onlinewetten und Kryptowährungen weitgehend aufgegeben werden und die Plattform Truth Social wieder stärker in den Fokus rücken. Ein geplantes Geschäft mit dem Energieunternehmen TAE Technologies, das auf Kernfusion spezialisiert ist, soll weiterverfolgt werden. Teil der neuen Ausrichtung des Unternehmens ist der umstrittene Dienst Truth API. Er verkauft schnellere Zugänge zu Beiträgen auf Truth Social an Handelsfirmen für 60.000 bis 100.000 Dollar im Monat. Nach Angaben von McGurn haben bereits zehn Kunden, überwiegend Hochfrequenzhändler, den Dienst abonniert. Man sei in Gesprächen mit weiteren potenziellen Kunden, etwa aus dem KI-Bereich, hieß es weiter.