Datum11.08.2026 07:51
Quellewww.zeit.de
TLDRBerlins Justizsenatorin Felor Badenberg äußert sich zur organisierten Kriminalität und der jüngsten Waffengewalt. Sie vermutet "Revierkämpfe" und Schutzgelderpressung als Ursachen. Badenberg fordert, den Kriminellen "ihre Spielzeuge wegzunehmen", also Waffen und Fahrzeuge zu beschlagnahmen, und den Geldfluss zu unterbinden. Berlin strebt eine Bundesratsinitiative an, um den unerlaubten Umgang mit bestimmten halbautomatischen Waffen als Verbrechen einzustufen, was höhere Strafen und erweiterte Ermittlungsbefugnisse ermöglicht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Organisierte Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Badenberg: "Müssen Tätern ihre Spielzeuge wegnehmen"“. Hinter der jüngsten Waffengewalt könnten nach Worten von Berlins Justizsenatorin "Revierkämpfe" stecken. Berlin leide seit Monaten unter einer Welle schwerwiegender Auseinandersetzungen, bei denen auch im öffentlichen Raum vermehrt Schusswaffen zum Einsatz kommen, sagte Felor Badenberg (CDU) der "Berliner Morgenpost". Zum großen Teil stecke zudem auch Schutzgelderpressung dahinter. "Wie bei der Organisierten Kriminalität im Allgemeinen gilt auch hier: Wir müssen den Tätern ihre Spielzeuge wegnehmen", sagte Badenberg mit Bezug auf Waffen und Tatfahrzeuge. "Zum anderen müssen wir der Organisierten Kriminalität insbesondere den Geldhahn zudrehen." Um besser an die Netzwerke zu kommen, habe Berlin eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht, um den unerlaubten Umgang mit bestimmten halbautomatischen Schusswaffen zu einem Verbrechen hochzustufen. Damit würden Badenberg zufolge die Mindeststrafen erhöht und den Ermittlungsbehörden mehr Befugnisse eingeräumt, die Telekommunikation von Verdächtigen zu überwachen. © dpa-infocom, dpa:260811-930-512165/1