Rekordjackpot: Historischer Rekordjackpot zieht Lottospieler an

Datum11.08.2026 04:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDer "6 aus 49"-Jackpot hat mit 50 Millionen Euro seine Maximalhöhe erreicht und bleibt seit März ungeschlagen – ein Rekord. Dies steigert die Spieleinsätze signifikant, auch in Sachsen. Die Wahrscheinlichkeit, den Jackpot zu knacken, bleibt extrem gering bei 1:140 Millionen. Nach Erreichen der Höchstgrenze fließt überschüssiges Geld in einen Überlauf für zukünftige Jackpots.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rekordjackpot“. Lesen Sie jetzt „Historischer Rekordjackpot zieht Lottospieler an“. Das Jahr 2026 ist ein außergewöhnliches für Lottospielerinnen und -spieler: Seit Ende März ist der Jackpot im Spiel "6 aus 49" nicht mehr geknackt worden, so lange wie noch nie zuvor in der Lotto-Geschichte. Seit dem 27. Mai hat er zudem seine Maximalhöhe von 50 Millionen Euro erreicht. Diese große Zahl zieht die Tipper auch in Sachsen an – und sorgt bei den Lottogesellschaften für klingelnde Kassen. Die bundesweiten Spieleinsätze lagen zuletzt deutlich über denen des Vorjahres. Nach Lotto-Angaben setzten die Spielerinnen und Spieler bei der Ziehung am vergangenen Samstag rund 54,6 Millionen Euro bei "6 aus 49" ein, für die vergangene Mittwochsziehung waren es rund 35 Millionen Euro.  Zum Vergleich: Ein Jahr vorher waren es am Samstag (9. August) nur rund 39,5 Millionen Euro. Bei der Mittwochsziehung am 6. August 2025 betrugen die Spieleinsätze 23,7 Millionen Euro. Auch bei Ziehungen in diesem Juli und Juni waren die Spieleinsätze viel höher als voriges Jahr. Die sächsische Lottogesellschaft macht während des laufenden Jahres keine Angaben zum Umsatz. Längere Jackpot-Phasen könnten das Interesse an Lotto zeitweise erhöhen, teilte Sprecherin Kerstin Waschke mit. "Welche Auswirkungen sich daraus auf das Gesamtjahr ergeben, lässt sich erst in der Gesamtbetrachtung des Jahres belastbar einordnen." Dass die höchste Gewinnklasse so lange nicht getroffen wurde, gab es bei Lotto noch nie. Im Jahr 2023 warteten die Lottospieler je einmal 17 und 16 Ziehungen, bis der Jackpot fiel. Das waren die bislang längsten ununterbrochenen Jackpotphasen, wie Sachsenlotto mitteilte.  Auffällig außerdem: Der Lotto-Jackpot ist 2026 überhaupt erst zweimal geknackt worden: am 24. Januar und am 25. März – auch das gab es noch nie zuvor in der Lotto-Geschichte. Im Jahr 2025 konnte der Jackpot 20 Mal abgeräumt werden, 2024 klappte dies laut Sachsenlotto 18 Mal. Das Jahr 2026 hat bei den Spitzengewinnen also noch Luft nach oben.  Seit Ende 2023 gilt bei Lotto "6 aus 49" ein Maximaljackpot von 50 Millionen Euro. Seither wird auch der Höchstgewinn nach Erreichen der Obergrenze nicht mehr zwangsausgeschüttet. Das Geld, das dadurch zusätzlich Woche für Woche bei Lotto landet, wird in den sogenannten Überlauf gesteckt – ein Polster für den nächsten Jackpot.  Durch die lange Phase, in der niemand die nötigen Zahlen korrekt getippt hat, ist auch der Überlauf pickepackevoll: Würde der Jackpot an diesem Mittwoch geknackt werden, stünden auch am Samstag wieder 50 Millionen Euro zur Ausspielung an. Gewänne eine Person auch diese Summe, würde der Jackpot am Mittwoch kommender Woche sich aus ungefähr 15,5 Millionen Euro aus dem Überlauf und der noch unbekannten Ausschüttungssumme dieser Ziehung zusammensetzen. Auch wenn die 50 Millionen Euro verlockend sind – die Chance auf den Jackpot ist äußerst gering. Die Wahrscheinlichkeit, die höchste Gewinnklasse mit sechs Richtigen plus Superzahl zu treffen, liegt nach Lotto-Angaben bei 1:140 Millionen. Übersetzt in einen anschaulichen Vergleich bedeutet das, es ist genauso (un-)wahrscheinlich, den Jackpot im klassischen Lotto zu knacken, wie mit verbundenen Augen auf einem Fußballfeld mit rund 140 Millionen grünen Halmen den einzigen rot gefärbten Grashalm zu greifen. © dpa-infocom, dpa:260811-930-511541/1