Datum11.08.2026 01:57
Quellewww.zeit.de
TLDRKolumbien hat nach einem Erdbeben der Stärke 7,4 mit mindestens 111 Toten den landesweiten Notstand ausgerufen. Präsident de la Espriella mobilisiert alle Kapazitäten zur Rettung von Überlebenden, die unter Trümmern begraben sind. Über 20 Gemeinden sind betroffen, insbesondere die Kaffeeanbau-Region Risaralda. Tausende Wohnhäuser, Krankenhäuser und Schulen wurden beschädigt oder zerstört. Internationale Hilfe wurde angeboten, darunter von der EU mit dem Satellitendienst Copernicus. Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen.
InhaltIn Kolumbien hat die Suche nach Überlebenden eines Erdbebens mit mindestens 111 bestätigten Toten begonnen. Die Europäische Union bietet Unterstützung an. Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella hat nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 mit mindestens 111 Toten einen landesweiten Notstand ausgerufen. Alle institutionellen Kapazitäten würden mobilisiert, um angemessen auf die Katastrophe reagieren zu können, sagte De la Espriella, der erst seit drei Tagen im Amt ist. "An erster Stelle steht die Rettung der Menschen, die unter den Trümmern begraben sind", sagte der kolumbianische Präsident. Laut dem Innenministerium waren in Kolumbien mehr als 20 Gemeinden von dem Erdbeben betroffen, besonders in der für den Kaffee-Anbau bekannten Region Departamento Risaralda mit der Regionalhauptstadt Pereira. Mehr als 1.500 Wohnhäuser sind den offiziellen Angaben zufolge schwer beschädigt worden, darunter in Pereira, Cali und Manizales. Rund 60 Gebäude stürzten vollständig ein. Schäden gab es zudem in 18 Krankenhäusern und 52 Schulen. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte. Mehrere Staaten boten Kolumbien Unterstützung an. Solidaritätsbekundungen kamen am Montag unter anderem aus Mexiko, Brasilien, Ecuador, El Salvador und den USA. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union erklärten ebenfalls ihre Bereitschaft zur Unterstützung. "Wir haben bereits unseren Satellitendienst Copernicus mobilisiert, um bei den Rettungseinsätzen zu helfen", schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X. "Und wir sind bereit, mehr Unterstützung zu leisten."