Datum11.08.2026 01:25
Quellewww.zeit.de
TLDRRussland hat ukrainische Städte, darunter Kiew und Saporischschja, erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. In Saporischschja wurden mindestens fünf Menschen getötet und 20 verletzt. Die Angriffe konzentrierten sich auf Industrieanlagen und Infrastruktur. Die Ukraine leidet unter Munitionsmangel für die Raketenabwehr, insbesondere gegen die schnell fliegenden ballistischen Raketen. Patriot-Systeme, die als effektiv gelten, sind vorhanden, aber die Anzahl der Abfangraketen ist begrenzt. Dies verstärkt die Sorge vor erneuten schweren Schäden an der Infrastruktur und zusätzlicher Not für die Bevölkerung im kommenden Winter.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ukraine-Krieg“. Lesen Sie jetzt „Russland startet erneut Luftangriffe auf ukrainische Städte“. Russland hat ukrainischen Angaben zufolge Kiew und andere Großstädte des Landes in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurden allein in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet und weitere 20 verletzt, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schrieb. Es seien Industrieanlagen und Infrastruktur angegriffen worden. Aus der Hauptstadt Kiew wurde zunächst ein Verletzter gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram: "Explosionen in der Hauptstadt. Die Stadt steht unter Beschuss. Bleiben Sie in den Schutzräumen." Die Rettungsteams seien unterwegs. Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" berichtete, Russland habe mit ballistischen Raketen einen erneuten Angriff gestartet. Die ukrainische Luftwaffe warnte dem Bericht zufolge zugleich, dass russische Raketen auf Sumy, Charkiw und Tschernihiw zielten. Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte verstärkt. Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen sind, gelten die von den USA produzierten Patriot-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Abfangraketen. In Kiew wächst die Furcht, dass ungehinderte Raketenangriffe zum kommenden Winter die Infrastruktur des Landes erneut schwer schädigen und die Menschen in der Ukraine in noch größere Not bringen könnten. © dpa-infocom, dpa:260810-930-511293/1